Mo, 20. November 2017

Mehr Transparenz

28.10.2014 12:39

Mini-Sensor überwacht Polizeiwaffen in Echtzeit

Spätestens seit dem Tod des 18-jährigen Michael Brown in der Stadt Ferguson und den darauf folgenden Protesten im Sommer ist der polizeiliche Schusswaffengebrauch für viele US-Bürger ein Thema. Ein Start-up hat nun einen Sensor entwickelt, der die Waffennutzung der Polizei in Echtzeit protokollieren und die Infos direkt über das Mobilfunknetz an die Zentrale schicken kann. Die Erfinder versprechen sich mehr Transparenz von ihrer Entwicklung.

Der kleine Schusswaffen-Sensor des Start-ups Yardarm soll direkt im Griff der Dienstwaffen von Polizisten Platz finden und nicht nur aufzeichnen, wenn die Waffe abgefeuert wird, sondern auch andere nützliche Infos sammeln. Dazu zählt beispielsweise der genaue Ort, an dem die Waffe abgefeuert wurde, die Richtung, in die sie zeigte, und der Zeitpunkt, an dem sie aus dem Holster gezogen wurde.

Daten kommen verschlüsselt ins Revier
Die Daten werden sofort verschlüsselt und ans Polizeirevier geschickt. Dort können sie einerseits gespeichert werden, um bei fragwürdigem Waffeneinsatz die Geschehnisse nachvollziehen und die Aussagen der Beteiligten prüfen zu können. Die Daten können aber auch genutzt werden, um festzustellen, ob ein Polizist in Schwierigkeiten ist und womöglich Hilfe benötigt, berichtet der IT-Blog "The Verge".

Alle Umstände, die zum Schusswaffengebrauch führen können, erfasst der Mini-Sensor freilich nicht. Er gibt keinen Aufschluss darüber, was vor dem Schusswaffeneinsatz passierte, warum die Waffe gezogen wurde und ob die Polizisten in ausreichender Form mit den Verdächtigen verhandelten. Nach ersten Tests in Kalifornien und Texas hält man den Sensor aber dennoch für tauglich, mehr Transparenz beim Waffengebrauch durch die Polizei zu schaffen.

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