So, 19. November 2017

EM-Qualifikation

28.10.2014 08:55

ÖHB-Herren zum Auftakt gegen Weltmeister Spanien

Gleich zum Auftakt der Qualifikation für die EM 2016 kommt es für Österreichs Handball-Männer knüppeldick. In Cangas wartet am Mittwoch (20.30 Uhr) Weltmeister Spanien, von Angst ist bei Rot-weiß-Rot aber keine Spur. "Das Selbstvertrauen ist gestiegen", sagte Coach Patrekur Johannesson, dessen Truppe bei der EM im Jänner gegen Spanien eine Sensation nur knapp verpasste.

Selbst das Fehlen des lädierten Altmeisters Viktor Szilagyi sorgt im rot-weiß-roten Lager nicht für Unruhe. Schließlich hat man sich bereits für die WM im Jänner 2015 in Katar qualifiziert und nimmt damit zum vierten Mal in sechs Jahren an einem Großereignis teil. Dazu kommen fünf Deutschland-Legionäre sowie mit Brest-Akteur Janko Bozovic der einzige österreichische Beitrag in der Champions League.

"Klar ist die Aufgabe ganz schwierig, die Spanier haben sehr viele gute Spieler bei Topmannschaften in Europa. Aber es ist trotzdem so, dass alles möglich ist", erklärte Johannesson, dem mit seiner Truppe schon am Sonntag das Duell mit Deutschland in Wien (Albert-Schultz-Eishalle, 18.00) und damit der nächste Kracher ins Haus steht. Dritter Gruppengegner ist Finnland, nur die besten zwei der Gruppe qualifizieren sich für die EM im Jänner 2016 in Polen. Die weiteren Quali-Spiele finden zwischen 29. April und 3. Mai bzw. 10. und 14. Juni 2015 statt.

Bei der vergangenen EM die Sensation nur knapp verpasst
Die 27:28-Niederlage in der Hauptrunde der EM in Dänemark ist erst gut neun Monate her, die Spanier werden sich hüten, Österreich zu unterschätzen. "Ich erwarte ein schweres Spiel", sagte etwa Spaniens beim FC Barcelona spielender Flügel Victor Tomas. "Wenn sie auf demselben Level wie bei der EM spielen, dann wird es ein kompliziertes Match."

Worte, wohl ganz nach dem Geschmack von Johannesson, der seinen Mannen stets unbedingten Glauben an den Erfolg einzuimpfen versucht. "Die Spieler sind gut drauf", berichtete der Isländer vor dem Montagabendtraining. "Auch unsere Stärke ist die zweite Welle, das ist unser Spielplan. Wir wollen keinen Standhandball spielen und müssen unsere Konterchancen verwerten." Umso besser, dass die Flügelzange Robert Weber-Raul Santos in der deutschen Bundesliga derzeit in Topform agiert. Weber (Magdeburg) führt die Torschützenliste mit 87 Treffern (8,7 pro Spiel) an, Santos (Gummersbach) ist mit 60 Toren (Schnitt 6) Sechster.

Ausfall von Szilagyi ist zu verkraften
Auch der Ausfall des 36-jährigen Szilagyi, der seinen Bergischen HC am Wochenende in Deutschland zwar zum Sieg warf, derzeit aber nur "dosiert" trainieren kann, macht ihn nicht nervös. "Keine Frage, er ist Weltklasse. Aber wir haben in den vergangenen Jahren auch ohne Viktor Spiele gemacht, die gut gegangen sind. Die Breite ist besser geworden." Das zeigt sich nach den Rücktritten von Konrad Wilczynski und Patrick Fölser auch darin, dass es mit Tobias Wagner, Sebastian Frimmel und Nikola Bilyk erstmals für drei Junioren-Nationalteamspieler ernst wird.

Die 3.000er-Halle in Cangas kennt Johannesson noch aus seiner Zeit als Aktiver in Spanien (Bidasoa Irun). "Sie ist nicht so groß, aber die Stimmung ist gut. Wir haben hier damals im Finish noch den Ausgleich erzielt - warum soll das am Mittwoch nicht auch so sein?"

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