Fr, 17. November 2017

Finanzielle Notlage

27.10.2014 10:09

Verein braucht bei Tierheim-Bau in Ungarn Hilfe

Seit drei Jahren trägt der Tierschutzverein "Hope for Buksi" Euro um Euro zusammen, um ein dringend benötigtes Tierheim in Ungarn zu bauen, wo vorher nur eine kleine Tötungsstation war. Doch die finanzielle Situation hat sich von einem Tag auf den anderen drastisch verschlechtert: Die Tierschützer suchen nun dringend neue Vereinsmitglieder und Spender, um ihr Bauvorhaben abschließen und den Vierbeinern vor Ort helfen zu können.

Margit Geringer vom Verein "Hope for Buksi" ist verzweifelt. Jahrelang steckte sie private Mittel, nämlich Prämienzahlungen aus dem Job ihres Mannes, in den Verein. So wurden Kastrations- und Betreuungsprojekte für herrenlose Hunde und Katzen finanziert. Doch eben diese Prämien wurden ihrem Gatten nun gestrichen - es fehlen damit etwa 20.000 Euro im Jahr. Für den Verein eine Katastrophe, denn seit drei Jahren wird an einem dringend benötigten Tierheim in der ungarischen Stadt Balmazujvaros gebaut.

Verein verhandelte: Tierheim statt Tötungen
"Vorher gab es dort nichts als zwei sehr baufällige Häuser, in denen die Hunde illegal getötet wurden", erinnert sich Margit Geringer. "Wir haben erfolgreich mit der Gemeinde und dem Bürgermeister verhandelt und einen schriftlichen Vertrag, dass wir dieses Gelände bebauen und 25 Jahre lang keine Miete dafür zahlen müssen." Zuschüsse gibt es  keine - der Verein finanzierte den kompletten Bau alleine durch Privatgelder, Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Zahlreiche Projekte für Mensch und Tier
"In unserem Tierheim können wir 100 Hunde versorgen. Es gibt eine Quarantänestation, eine Krankenstation, große Gehege und Ausläufe", so Geringer stolz. Zusätzlich rief das Team von "Hope for Buksi" zwei Kastrationsprojekte ins Leben - so können etwa Tierbesitzer aus dem Ort ihre Vierbeiner kostenlos kastrieren lassen. Zudem konnte organisiert werden, dass Schüler und Studenten aus der Umgebung mit den Tierheimhunden spazieren gehen. Den Kindern soll vermittelt werden, welche Bedürfnisse die Hunde haben und dass Tiere keine Sache sind.

Monatliche Kosten nicht mehr zu bewältigen
"Leider sind es die monatlichen Ausgaben, die wir nicht mehr bewältigen können. Diese finanzielle Veränderung war für uns nicht absehbar - um diese Mittel auszugleichen, bräuchten wir viel mehr Mitglieder, also die fixe monatliche Unterstützung", erzählt Margit Geringer verzweifelt. Eine solche Mitgliedschaft kostet monatlich zehn Euro, Fördermitglieder des Tierheims zahlen 30 Euro. "Wir laden alle Tierfreunde herzlich ein, sich unsere Projekte im Internet anzuschauen oder uns in Ungarn zu besuchen, um sich selbst ein Bild zu machen. Jeder Euro zählt - ich danke den tierlieben 'Krone'-Lesern vorab für die Unterstützung", schließt Geringer.

Weitere Informationen und die Hilfsmöglichkeiten finden Sie unter www.hopeforbuksi.at.

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