Di, 22. Mai 2018

Autounfall überlebt

24.10.2014 11:23

Mann schleppt sich drei Tage durch Dschungel

Drei Tage hat sich ein Mann in Malaysia nach einem Autounfall mit mehreren Knochenbrüchen durch den Dschungel geschleppt. Der 33-Jährige wurde schließlich in der Nähe eines entlegenen Dorfes entdeckt und in ein Krankenhaus gebracht. Sein Beifahrer hatte hingegen weniger Glück: Er war noch an der Unfallstelle verstorben.

Nicholas Andrew war am Mittwoch von Dorfbewohnern in der Nähe einer Palmölplantage entdeckt worden. Erst nach einer Erstbehandlung des 33 Jahre alte Mannes im Krankenhaus kamen die Hintergründe des Unfalls ans Tageslicht.

Männer wollten Hochzeitseinladungen verschicken
Andrew sei am vergangenen Sonntag mit einem 34-jährigen Freund am Beifahrersitz mit dem Auto von der Ortschaft Tapah in das Dorf Bidor im malaysischen Bundesstaat Perak unterwegs gewesen, um Einladungen zur Hochzeit seiner jüngeren Schwester zu verschicken, berichtete das Nachrichtenportal themalaymailonline.com. Jedoch sollten die beiden Männer ihr Ziel nie erreichen.

Sie kamen mit dem Wagen auf der Bundesstraße 1, welche die Hauptstadt Kuala Lumpur mit der Stadt Ipoh verbindet, aus bislang unbekannten Gründen seitlich von der Fahrbahn ab, das Fahrzeug kam am Dach liegend im dicht bewachsenen Straßengraben zum Stillstand. Andrew wurde dabei aus dem Pkw in eine rund 20 Meter tiefe Schlucht geschleudert, wo er zunächst bewusstlos liegen blieb.

"Habe meine Augen in 20 Meter tiefer Schlucht geöffnet"
"Ich erinnere mich nur, dass ich die Kontrolle über das Auto verloren habe. Das nächste, an das ich mich erinnere, war, dass ich meine Augen in einer 20 Meter tiefen Schlucht öffnete", sagte Andrew bei einer ersten Befragung durch Polizisten im Krankenhaus. "Ich erkannte, dass ich aus dem Auto geschleudert worden war. Mein erster Instinkt war, nach meinem Freund zu rufen. Aber er hat nicht geantwortet."

Der 33-Jährige erzählte weiter, dass er daraufhin versuchte aufzustehen, aber umknickte und realisieren musste, dass sein rechter Arm und das rechte Bein gebrochen waren. An diesem Punkt habe er die Entscheidung getroffen, nicht allein in einem Wald zu sterben. Verletzt und ohne Wasser oder Nahrung kroch Andrew dann drei Tage lang durch den dichten Dschungel.

Abwasser mit Strohhalm getrunken
Um zu überleben, habe er Abwasser getrunken und immer wieder zu Gott gebetet, gerettet zu werden. Weil sich mehrere kleinere Schnittwunden in seinem Mund infiziert hatten, musste er am Dienstag dazu übergehen, mit einem selbstgebastelten Strohhalm zu trinken. "Mein Herz brach, als ich dachte, dass mein Glück mich verlassen hat."

Doch trotz seines sich zunehmend verschlechternden Zustands gelangte Andrew schließlich in die Nähe eines Wohngebiets - wo er mit Schreien einen Mann auf sich aufmerksam machen konnte. "Der Mann kam mit einigen seiner Freunde zurück. Kurze Zeit später gelang es ihnen, mich anhand meiner Schreie ausfindig zu machen", schilderte Andrew die bangen Momente vor seiner Rettung.

Für Beifahrer kam jede Hilfe zu spät
Anhand der Angaben des 33-Jährigen entsandte die Polizei dann umgehend Einsatzkräfte zum Unfallort, für den Beifahrer kam jedoch jede Hilfe zu spät. Der Freund Andrews konnte nur noch tot aus dem Wrack des Autos geborgen werden. Aufatmen konnte hingegen Andrews Frau. Sie sagte gegenüber malaymailonline.com, sie habe in der Zeit, in der ihr Mann vermisst war, weder geschlafen noch gegessen.

"Ich wusste, dass etwas nicht in Ordnung war, wenn er mich nicht anruft, weil er immer anruft, um mich zu informieren, wo er ist", so die 34-Jährige, die am Tag nach dem Verschwinden ihres Gatten die Polizei alarmiert hatte. "Meine Kinder haben mich gefragt, wo ihr Vater ist, und alles, was ich sagen konnte, war: 'Er weiß, wie man sich um sich selbst kümmert, und er wird nach Hause kommen. Glücklicherweise hatte ich recht."

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