Di, 22. Mai 2018

UEFA-Urteil ist da

24.10.2014 17:40

Serbien gewinnt Skandalspiel gegen Albanien 3:0

Das am 14. Oktober beim Stand von 0:0 wegen Ausschreitungen abgebrochene EM-Qualifikationsspiel in Belgrad zwischen Serbien und Albanien wird mit 3:0 für die Gastgeber gewertet.

Serbien werden allerdings im laufenden Bewerb drei Punkte abgezogen, teilte die UEFA am Freitag mit. Damit haben beide Teams jeweils dieselbe Punktzahl wie vor der Partie, die am 14. Oktober abgebrochen wurde (siehe Video oben).

Beide Verbände wurden von der UEFA mit einer Geldstrafe von 100.000 Euro belegt. Die Serben müssen zudem ihre nächsten beiden Heimspiele am 14. November gegen Dänemark und am 4. September 2015 gegen Armenien in der Ausscheidung für die EM in Frankreich 2016 vor leeren Rängen austragen. Diese Entscheidung traf die Disziplinarkommission.

Beide Seiten erheben Einspruch
Der albanische Verband kündigte postwendend einen Einspruch gegen das Urteil an. Die Entscheidung sei "enttäuschend und ungerecht", sagte Verbandschef Armand Duka am Freitag und kündigte an: "Wir werden Einspruch dagegen einlegen und unsere Rechte einfordern." Das von der Disziplinarkommission der Europäischen Fußball-Union gefällte Urteil werde keinem gerecht, ergänzte Duka.

"Heute gab es keine Gerechtigkeit für das, was im Stadion passiert ist", schrieb selbst der albanische Regierungschef Edi Rama im Kurznachrichtendienst Twitter. Auch Albaniens Trainer Gianni De Biasi zeigte sich enttäuscht über das Urteil: "Die Entscheidung der Uefa sorgt nicht für Gerechtigkeit. Die drei Punkte gehören Albanien. Sie haben uns weggenommen, was uns gehört."

Auch der serbische Verband FSS kündigte an, Einspruch gegen das Urteil einzulegen. Der serbische Sportminister Vanja Udovicic befand das Urteil als "widersprüchlich und ungerecht". Es mache keinen Sinn, drei Punkte zu verlieren und gleichzeitig ein Spiel zu gewinnen.

Kritik aus Dänemark
Obwohl das dänische Nationalteam von der Entscheidung profitierte, kam auch von dort Kritik am Urteil. Da die Treffer eingerechnet wurden, muss Albanien die Tabellenführung in der Gruppe I an die punktgleichen Dänen abgeben. Beide Teams haben vier Zähler, Albanien weist durch die drei zusätzlichen Gegentore aber eine Bilanz von 2:4, Dänemark von 3:3 Treffer auf. Doch die nun beschlossenen "Geister-Spiele" für Serbien sind freilich auch für dänische Fans alles andere als erfreulich. Verbandschef Claus Bretton-Meyer monierte, dass auch die eigenen Fans von der Partie in drei Wochen in Serbien ausgeschlossen seien, die bereits Tickets, Flug und Unterkunft organisiert hätten. Er kündigte an, diesbezüglich an den serbischen Verband und die UEFA heranzutreten.

Drohne und Schlägereien
Das brisante Spiel war aufgrund einer per Fernsteuerung ins Stadion gelenkten Drohne, an der eine Fahne mit einer Abbildung Großalbaniens befestigt war, in der 41. Minute beim Stand von 0:0 abgebrochen worden. Auf dem Platz war es zu Tumulten unter den Spielern gekommen. Auch serbische Zuschauer waren auf den Platz gestürmt und hatten die albanischen Spieler attackiert.

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