Fr, 24. November 2017

352-Mio.-€-Umbau

23.10.2014 15:41

So wird das neue Parlament aussehen

Nachdem 18 Monate lang ein europaweites Vergabefahren gelaufen ist, wurden am Donnerstag in Wien das Architektenteam Jabornegg & Palffy_AXIS mit der Sanierung des Parlamentsgebäudes beauftragt sowie erste Pläne des zukünftigen Hohen Hauses präsentiert. Die Arbeiten sollen 2017 beginnen und in mehreren Schritten erfolgen. Die wesentlichen Räume des historischen Gebäudes werden im Sinne des Erbauers Theophil Hansen weitgehend erhalten, grundsätzlich soll mehr Offenheit und Transparenz entstehen.

Bei der Vorstellung des Generalplaner-Teams zeigte sich Nationalratspräsidentin Doris Bures erfreut darüber, dass das Projekt von allen Fraktionen mitgetragen wird. "Die Sanierung des historischen Gebäudes ist eine Jahrhundertaufgabe mit langen Vorlaufzeiten", so Bures.

Details zum Umbau:

  • Als sichtbares Symbol für mehr Transparenz soll der Sitzungssaal noch oben hin geöffnet werden. Ein wesentlicher Eingriff wird durch den Entfall der Lichtzwischendecke entstehen. Ein Glasdach soll in Zukunft den Blick zum Himmel frei machen.
  • Die neuen Zubauten werden so angeordnet, dass sie das historische Erscheinungsbild nicht überlagern.
  • Im Erd- und Dachgeschoß kommen neue öffentliche Räumlichkeiten, die den Besuchern die Möglichkeit geben, am parlamentarischen Leben teilzunehmen.
  • Die bestehende Eingangszone grenzt unmittelbar an die neuen Flächen des Besucherzentrums - der "Agora" - an. Diese wird zum Ausgangspunkt für jeden Parlamentsbesuch, im zentralen Bereich werden Shop und Infopoint gemeinsam angeordnet.
  • Sämtliche öffentlich zugängliche Geschoße werden durch vier neue, zentrale Stiegenhäuser verknüpft, die auch den erforderlichen neuen Dimensionen der Fluchtwege entsprechen.
  • Rund 5.000 Quadratmeter an Fläche sollen durch die Maßnahmen dazugewonnen werden.
  • Der zentrale Haupteingang wird beibehalten.

Umbau kostet mehr als 350 Millionen Euro
Die vorgegebene Kostenobergrenze liegt bei 352,2 Millionen Euro mit einem Spielraum von 20 Prozent. "Wir liegen im Zeitplan und sind zuversichtlich, im Laufe des Jahres 2017 mit den Bauarbeiten beginnen zu können", ist Bures überzeugt.

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