Di, 22. Mai 2018

Luftraum verletzt

22.10.2014 20:51

Estland: NATO-Jets fingen russische Maschine ab

Kampfjets der NATO haben am Dienstag über der Ostsee ein russisches Aufklärungsflugzeug abgefangen. Die Maschine des Typs Il-20 sei ohne Erlaubnis in den Luftraum des westlichen Verteidigungsbündnisses eingedrungen, teilte ein NATO-Sprecher am Mittwochabend im belgischen Mons mit. Estland kritisierte die Verletzung seines Luftraumes und übergab dem russischen Botschafter in der Hauptstadt Tallinn eine Protestnote.

Portugiesische F-16-Piloten hätten laut dem Sprecher Sichtkontakt mit der Besatzung der Maschine aufgenommen und sie aus dem NATO-Luftraum hinausbegleitet. Der Vorfall hätte sich bereits am Dienstag nahe der estnischen Insel Saaremaa ereignet. Das russische Flugzeug sei in Richtung Dänemark unterwegs gewesen und rund 600 Meter weit in den NATO-Luftraum eingedrungen, hieß es. Neben den portugiesischen Jets waren auch belgische F-16 sowie Flugzeuge des Kooperationspartners Schweden an der Abfangmission beteiligt. Die russische Il-20 soll rund eine Minute lang über NATO-Gebiet geflogen sein.

Russische Flugzeuge oft in der Region unterwegs
Nach Angaben eines NATO-Sprechers sind russische Flugzeuge oft in der Region unterwegs. Zu Verletzungen des Luftraums und zu Abfangaktionen komme es allerdings nur sehr selten. Nach einem ähnlichen Vorfall an der Nordgrenze Kanadas im Jahr 2010 war von russischer Seite bestritten worden, dass es überhaupt eine Grenzübertretung gegeben habe.

Angesichts der Ukraine-Krise zeigt die NATO seit einigen Monaten verstärkt Flagge im östlichen Mitteleuropa. Damit will das Verteidigungsbündnis ein Zeichen der Solidarität mit ihren östlichen Mitgliedstaaten setzen, die sich angesichts der Annexion der Krim durch Russland und der Kämpfe in der Ostukraine von Russland bedroht fühlen.

Das Außenministerium in Tallinn bestellte am Mittwoch Russlands Botschafter ein und überreichte ihm eine Protestnote, meldete der estnische Rundfunk.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden