So, 19. November 2017

Video & Bilder

17.10.2014 18:07

Hauseinsturz in Manner-Fabrik: „Wie Bombentreffer“

Am Gelände der Wiener Manner-Fabrik in Hernals ist am späten Freitagnachmittag ein Gebäude teilweise eingestürzt. "Wie ein Bombentreffer", schilderte ein "Krone"-Redakteur vor Ort den Einsturz. Bis in die Abendstunden gab es keine Hinweise auf Verschüttete. Verletzt wurde niemand, erklärte man bei der Wiener Berufsfeuerwehr am Ort des Unfalls.

Ein Gebäudetrakt im Innenhof der alten Manner-Fabrik zwischen der Wilhelminenstraße und der Geblergasse im 17. Wiener Gemeindebezirk war gegen 17.20 Uhr eingestürzt. "Ein Gebäudeteil im Innenhof ist vom Keller bis zum vierten Stock eingebrochen", so ein Sprecher der Berufsfeuerwehr. Der Grund dafür sei vorläufig nicht bekannt, erklärte Manner-Sprecherin Gabriele Liebl. "Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde."

"Es wird aber niemand vermisst"
In dem alten Industriebau aus den Jahren der Josef Manner & Comp. AG - der Gebäudekomplex stammt aus dem Jahr 1913 - waren Bauarbeiten erfolgt. "Es wird aber niemand von der Baufirma oder von den Betriebsangehörigen vermisst", so der Sprecher weiter. Angrenzende Gebäudeteile seien gesperrt worden.

"Bis jetzt wissen wir von keinen Verletzten", hieß es auch bei der Wiener Berufsrettung. Rund hundert Mann von Berufsfeuerwehr, Polizei und Berufsrettung waren im Einsatz.

Auch Suchhundestaffel vor Ort
Eingesetzt wurden in den Abendstunden auch Bergegeräte, Rettungshunde und die Schallortungsgruppe, wie Roland Schimpf von der Berufsfeuerwehr gegenüber Radio Wien erklärte. Nach 19 Uhr wurde der Schuttberg mit einer Suchhundestaffel und Schallortungsgeräten ein zweites Mal abgesucht. Erst nach Beendigung dieses Einsatzes könne die Polizei mit der Untersuchung der Unfallsursache beginnen, hieß es.

"Das ist wie ein Vierkanthof, der rundherum abgeschlossen ist, und an einer Seite ist ein Teil der Außenmauer mit einigen Räumen eingestürzt", so Schimpf. Die Aufräumarbeiten finden demnach ausschließlich im Innenhof statt. Straßensperren rund um das Fabriksareal wurden mittlerweile teilweise wieder aufgehoben.

Produktion in Hernals wird um 30 Millionen Euro umgebaut
Die Produktion am Stammwerk des Süßwarenherstellers in Hernals wird seit 2012 für projektierte 30 Millionen Euro umgebaut. Der Konzern will seine berühmten Schnitten ab 2015 allein in Wien produzieren, der Standort Perg in Oberösterreich soll aufgegeben werden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden