Di, 22. Mai 2018

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17.10.2014 15:55

Steirerin kann nach Genickbruch wieder gehen

Ein gebrochener zweiter Halswirbel - umgangssprachlich auch als "Genickbruch" bezeichnet - ist nicht selten ein Todesurteil. Ärzten am LKH Graz ist es vergangene Woche gelungen, eine 64-jährige Steiererin so zu behandeln, dass diese auf eigenen Beinen das Krankenhaus verlassen kann.

Die Frau war Anfang Oktober kopfüber in einen Silo gefallen und hat sich beim Aufprall am Boden den zweiten Halswirbel gebrochen. Direkt danach habe sie sofort gemerkt, dass alles taub war: "Hände und Füße waren ganz steif", erzählte sie am Freitag vor Journalisten. Der eintreffende Notarzt stellte eine komplette Lähmung fest, die im schlimmsten Fall auch das Atemzentrum treffen kann und dann für die Patientin tödlich geendet hätte.

"Therapie-Tauchgänge" in der Druckkammer
Die Steirerin wurde mit dem Hubschrauber ins LKH Graz geflogen und dort noch am selben Tag operiert. In der zweistündigen Operation schoben die Ärzte den gebrochenen Halswirbel wieder an die richtige Stelle und fixierten ihn mit einer vier Zentimeter langen Schraube (siehe Röntgenbild). Bereits am darauffolgenden Tag begann die 64-Jährige mit "Therapie-Tauchgängen" in einer Druckkammer.

Reiner Sauerstoff wirkt wie Medikament
Zweimal täglich werden 60- bis 90-minütige Tauchgänge auf 20 Meter Tiefe simuliert. Bei dieser sogenannten hyperbaren Sauerstofftherapie atmen Patienten in der Druckkammer reinen Sauerstoff ein. Durch den hohen Umgebungsdruck löst sich dieser in den Körperflüssigkeiten und entfaltet dabei die Wirkung eines Medikaments.

Je früher diese Therapie bei Verletzungen von Gehirn und Rückenmark eingesetzt wird, desto eher können Schäden gebremst werden. Zudem setzt der gelöste Sauerstoff die Reparatur schneller in Gang, so die Mediziner am LKH Graz.

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