So, 17. Dezember 2017

Erste Bank Open

16.10.2014 22:23

Murray meistert 1. Hürde auf Weg zu Wien-Titel

Andy Murray hat am Donnerstagabend die erste Hürde beim Wiener Erste Bank Open genommen. Der Olympiasieger und zweifache Major-Sieger aus Schottland rang den Kanadier Vasek Pospisil nach 99 Minuten mit 6:4, 6:4 nieder und steht damit im Viertelfinale. In diesem trifft Murray nun auf den deutschen Überraschungsmann Jan-Lennard Struff. Favoritensiege gab es am Donnerstag auch für den als Nummer eins gesetzten David Ferrer und den Deutschen Philipp Kohlschreiber (4) – lediglich für die Nummer drei des Turniers, den Spanier Feliciano Lopez, kam überraschend das Aus.

Womöglich auch deshalb war Murray die Erleichterung nach seinem ersten Auftritt überhaupt in der Wiener Stadthalle anzusehen: "Es war ein schwieriges Auftaktmatch. Er ist ein starker Spieler, der sehr gut serviert und er mag die schnellen Bedingungen. Aber ich habe es geschafft, ihn am Ende von beiden Sätzen zu breaken."

Murray: "Mein erstes Indoor-Match seit Rotterdam"
Mit Breaks zum 5:4 im ersten und zweiten Satz gelang es Murray, einen durchaus möglichen Satzverlust zu verhindern. "Das Match hätte definitiv viel knapper werden können", gestand Murray, der ähnlich wie Ferrer zuvor gewisse Anpassungs-Schwierigkeiten hatte. "Es war hart, denn es war mein erstes Indoor-Match seit Rotterdam (Mitte Februar, Anm.). Das braucht ein bisschen Zeit, darum habe ich auch versucht, so viel wie nur möglich auf diesem Platz zu trainieren", sagte der 27-Jährige, der zuletzt in Shenzen seinen insgesamt 29. Titel geholt hatte.

Murray genießt bisher seinen Wien-Aufenthalt. "Das Turnier hat eine lange Geschichte, der Center Court ist einer der nettesten Indoor-Courts, die ich kenne. Es ist eine gute und intensivere Atmosphäre, auch weil die Fans vor allem an den Grundlinien sehr nahe am Court sitzen." Auch die Entscheidung, zum ersten Mal nach Wien zu kommen, bereut Murray überhaupt nicht. "Es kommt nicht oft vor, dass man zum ersten Mal nach neun, zehn Jahren auf der Tour einen Turnierort kennenlernt." In Wien gefällt es ihm so gut, dass er sogar seine Freundin Kim Sears überredet hat, noch nachzukommen.

Ferrer nur am Anfang mit Problemen
Neben Murray steht auch der zweite Topgesetzte des Turniers im Viertelfinale: Der Weltranglisten-Fünfte David Ferrer, der zum insgesamt dritten Mal in Wien spielt, setzte sich im Achtelfinale gegen den Deutschen Tobias Kamke mit 7:5, 6:1 durch. Zehn Jahre nach seinem bisher letzten Auftritt in Wien und erst im dritten Anlauf hat Ferrer damit erstmals einen Sieg gefeiert. "Es ist lange her, dass ich das letzte Mal hier war", erinnerte sich Ferrer, der 2003 und 2004 jeweils in Runde eins ausgeschieden war. Vor elf Jahren gegen einen ganz prominenten Mann. "Ja, das war mein erstes Match gegen Roger Federer. Das erste von vielen Matches gegen ihn, die ich nie gewonnen habe."

Gegen Kamke hatte der 21-fache Turniersieger nur zu Beginn etwas Probleme – es waren auch die Bedingungen, die Ferrer gewisse Anpassungsprobleme bereiteten. Der Weltranglisten-93. hielt zunächst bis zum 5:5 gut mit, aber in der Folge übernahm Ferrer zunehmend das Kommando. Nach dem Break zum 7:5 marschierte der diesjährige Viertelfinalist bei den Australian und den French Open ins Viertelfinale des mit 593.705 Euro dotierten Turniers.

Wien-Spezialist Lopez muss Segel streichen
Bereits zuvor hatte sich sein Landsmann Feliciano Lopez, die Nummer 3 des Turniers, überraschend gleich zum Auftakt verabschiedet. Nach 2:02 Stunden setzte sich der Brasilianer Thomaz Bellucci mit 6:7(9), 6:1, 6:4 durch. Bellucci ließ sich bei seinem Wien-Debüt auch von einem knapp verlorenen Auftaktsatz nicht beirren. Wien-Spezialist Lopez, der in der Stadthalle 2004 den Titel geholt hatte und bei allen sechs vorangegangenen Auftritten zumindest im Viertelfinale gestanden war, musste ab dem 1:1 im zweiten Satz nicht weniger als acht Games en suite bis zum 0:3 im dritten Satz abgeben.

Haase und Rosol überraschend out
Ebenfalls ein frühes Aus setzte es für den Bezwinger von Dominic Thiem und Vorjahresfinalisten Robin Haase. Der Niederländer unterlag dem 33-jährigen Deutschen Benjamin Becker im Achtelfinale überraschend glatt mit 3:6, 3:6. Im Viertelfinale kommt es nun zum rein deutschen Duell Beckers mit dem als Nummer 4 gesetzten Philipp Kohlschreiber. Bereits zuvor hatte sich der serbische Qualifikant Viktor Troicki mit einem ebenfalls glatten 6:3-6:2-Erfolg über den als Nummer 5 gesetzten Tschechen Lukas Rosol in die Runde der letzten acht gespielt.

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