Fr, 24. November 2017

„Wir haben Angst“

15.10.2014 16:55

Neues Drogenzentrum sorgt für Ärger und Besorgnis

Drogensüchtige, die auf der Straße herumlungern. Dealereien, die völlig offensichtlich über die Bühne gehen. Gewalttätige Auseinandersetzungen, die in unmittelbarer Nähe von Schulen und Kindergärten stattfinden: Dieses beängstigende Bild haben derzeit die Bewohner des Sobieski-Grätzels in Wien-Alsergrund vor Augen. Inmitten der familienfreundlichen Gegend soll nämlich ein Drogenzentrum sein Zuhause finden. "Wir haben Angst um unsere Kinder", erzählt ein besorgter Vater.

Die neue Beratungsstelle zieht in ein Gebäude in die Nussdorfer Straße an der Ecke zur Schubertgasse. In der Nähe befinden sich vier Kindergärten und zwei Schulen. Was jedoch fehlt, ist eine Polizeistation.

Wie ausführlich berichtet, macht das geplante Drogenzentrum den Anrainern Angst. "Wir sind sozial und wollen ja, dass den Betroffenen rasch und professionell geholfen wird", erklärt Markus Zauner von der Bürgerinitiative "Nein zur Drogen-Betreuungsstelle im Sobieski-Grätzel!". "Aber man muss auch uns verstehen, wenn wir sagen, dass wir uns vor dem fürchten."

Informationskampagne soll Anrainer beruhigen
Laut Drogenkoordinator Michael Dressel sei aber genau diese Angst unbegründet. Kinder seien demnach nicht gefährdet. Durch eine umfangreiche Informationskampagne sollen die Bewohner des Grätzels nun beruhigt werden.

Am 11. November findet deshalb im Zentrum ein Tag der offenen Tür statt. Zusätzlich veranstaltet die Stadt am 23. Oktober um 18.30 Uhr einen Informationsabend in der Pfarre Canisiuskirche. Außerdem wurde eine Hotline unter der Telefonnummer 4000/53-681 eingerichtet.

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