Mi, 23. Mai 2018

Peinliche TV-Panne

15.10.2014 09:13

RTL zeigt Landkarte von Spanien - ohne Katalonien

Peinliche Panne oder hellseherische Fähigkeiten? Das deutsche TV-Nachrichtenmagazin "RTL Punkt 12" hat in einem Bericht über Ebola eine falsche Spanien-Karte gezeigt. Die Grafik zeigte die Umrisse Spaniens in den rot-gelb-roten Nationalfarben - allerdings ohne die streitbare Region Katalonien. Auf sozialen Netzwerken erheiterte die TV-Panne nicht nur deutsche Nutzer sondern auch zahlreiche Spanier.

Die TV-Panne hatte sich bereits Ende vergangener Woche ereignet, ohne dass es zunächst Reaktionen auf die fehlende Region auf der Landkarte gab. Erst Anfang dieser Woche wurde dann ein Screenshot des Faux Pas auf sozialen Netzwerken geteilt - und sorgte schließlich auch auf der Iberischen Halbinsel für Kopfschütteln.

"Da ist RTL wohl einen Schritt voraus"
So twitterte ein User auf Spanisch: "Das deutsche Fernsehen (RTL) löscht in einem Beitrag über Ebola Katalonien von der Spanienkarte." Und ein deutschsprachiger User scherzte: "Spanien ohne Katalonien - da ist RTL wohl einen Schritt voraus." "Die Ebola-Krise und das separatistische Vorhaben in Katalonien haben etwas miteinander zu tun", wunderte sich auch die Madrider Zeitung "ABC" über die fehlerhafte Landkarte.

RTL-Sprecher: "Aushilfe verwendete falsche Vorlage"
Bei RTL reagierte man mittlerweile ebenfalls: "Da ist uns ein Fehler unterlaufen", erklärte ein Sprecher gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur dpa. "Eine studentische Aushilfe hatte für den Landesumriss Spaniens in der Grafik eine falsche Vorlage aus dem Archiv verwendet", so die Begründung für die Panne. Die Karte sei Tage zuvor für einen Beitrag des RTL-"Nachtjournal" angefertigt worden, in dem es um eine mögliche Abspaltung Kataloniens ging.

Die Regionalregierung von Katalonien wollte am 9. November eigentlich eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit abhalten lassen. Das spanische Verfassungsgericht untersagte das Vorhaben jedoch vorläufig. Weil sich die katalanische Regionalregierung aber nicht geschlagen geben will, soll es nun am 9. November eine - inoffizielle und rechtlich unverbindliche - Volksbefragung geben.

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