Do, 23. November 2017

Im „Prater Dome“

13.10.2014 19:14

5.000 Euro für Hinweise nach Reizgas-Attacke

Nach der Pfefferspray-Attacke in der Diskothek "Prater Dome" im Wiener Bezirk Leopoldstadt hat die Geschäftsführung des Tanzpalastes eine Belohnung von 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise auf die Täter ausgelobt. 1.600 Besucher der Großraumdisco hatten in der Nacht auf Sonntag evakuiert werden müssen, nachdem das Reizgas in den Räumlichkeiten versprüht worden war.

Bislang gibt es noch keine Hinweise auf die möglichen Täter, die hinter der Pfefferspray-Attacke stecken. "Die Geschäftsführung des 'Prater Dome' will deshalb 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise bezahlen, die zur Ergreifung des oder der Täter führen", sagte Christoph Gitschner, Sprecher des Prater Dome, gegenüber dem ORF. 37 Besucher des Lokals waren bei dem Vorfall unmittelbar mit dem Reizgas in Berührung gekommen, acht mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Bislang wurden vier Personen von der Polizei einvernommen, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer, die Befragungen verliefen allerdings ohne Ergebnis. Einer von ihnen - ein 22-Jähriger - hatte im Zuge der Evakuierung betrunken "I bin für das verantwortlich" gebrüllt. Gegenüber der Polizei beteuerte er später allerdings, nichts mit dem Vorfall zu tun zu haben.

Zwei Pfefferspraydosen auf Toilette sichergestellt
Der junge Mann wurde wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt, nachdem er bei seiner Festnahme Gegenwehr geleistet hatte und ist bereits wieder auf freiem Fuß. Auch seine Begleiter wurden befragt: Sie gaben an, nichts von der eigentlichen Pfefferspray-Attacke mitbekommen zu haben, sondern hätten lediglich den darauf folgenden Schmerz verspürt.

Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung. Die Auswertung von Videoaufnahmen sind bislang noch nicht abgeschlossen, hieß es. Zudem werden zwei in einer Toilette des "Prater Dome" sichergestellte Pfefferspraydosen derzeit auf Spuren untersucht.

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