Do, 24. Mai 2018

Hart im Nehmen

13.10.2014 18:52

Hinterseer konnte auch K.-o.-Treffer nicht stoppen

Dass er eine Riesenchance auf das 2:0, sein erstes mögliches Tor im Teamdress, vergeben hatte, erfuhr Lukas Hinterseer erst nachher von seinem Vater Guido. Was in seinem vierten Länderspiel ab der Einwechslung in der 63. Minute passierte, bekam er gar nicht mit. Grund dafür: Kaum war er auf dem Rasen, flog ihm der Ball aus kurzer Distanz voll ins Gesicht – absoluter Filmriss. Aber er spielte weiter.

Teamchef Marcel Koller merkte nur, dass beim Tiroler etwas nicht stimmte, weil der sich öfters an die Nase fasste. Koller schaute genauer hin, dann rief er Hinterseer zu: "Du blutest nicht, hau dich nur weiter rein." Was wirklich passierte, bemerkte Koller erst, als er nach der Ehrenrunde in die Kabine kam. Und Hinterseer dort auf der Massagebank lag, dort noch lange blieb.

Ihm war schlecht, er hatte Kopfweh, er wusste nichts. Daher auch nur gebremster Jubel. Keine Sprüche wie: "Ich liebe es, hier zu spielen" (Copyright Zlatko Junuzovic). Zu der Zeit sorgte sich Teamarzt Richard Eggenhofer um ihn.

Freundin Victoria chauffierte ihn ins Hotel zurück. Am Montag blieb er in Wien, am Dienstag geht's wie geplant via Flugzeug zurück nach Ingolstadt: "Halb so wild, aber schon ein bisserl komisch", fand er es am Tag danach, "dass man ein Länderspiel macht, gar nichts davon weiß und sich erst mit ein bissl Kopfweh auf Video anschaut, was man gemacht hat."

Koller bezeichnete es sogar als Wahnsinn: "Kein Zeichen zum Auswechseln, er ist nur marschiert und marschiert. Eine unglaubliche Willenssache."

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