Mi, 13. Dezember 2017

Christie's-Auktion

14.10.2014 06:15

43 Essl-Bilder für 66 Millionen Euro verkauft

44 Werke aus der Kunstsammlung von bauMax-Gründer Karlheinz Essl waren am Montagabend im Londoner Auktionshaus Christie's zur Versteigerung avisiert worden. Nachdem eine Arbeit von Andreas Gursky kurzfristig zurückgezogen worden war, gelangten 43 zur Versteigerung. 39 davon wurden ersteigert, ein weiteres - "Netz" von Gerhard Richter - wurde erst nach offiziellem Abschluss an den Mann gebracht. Essl selbst zeigte sich zufrieden mit dem Erlös.

Christie's bezifferte vorerst das Gesamtergebnis der Versteigerung mit 46,861.500 Pfund (rund 59,5 Millionen Euro; inklusive Zuschläge). Das monumentale "Netz", das auf sieben bis zehn Millionen Pfund geschätzt worden war, soll weitere sieben Millionen Euro erbracht haben.

Der Gesamterlös blieb damit doch etwas unter den Erwartungen, hatte man im Vorfeld der Auktion doch gehofft, die Werke aus der seit Anfang September im gemeinsamen Besitz von Familienstiftungen der Familie Essl und des Industriellen Hans Peter Haselsteiner stehenden Kunstsammlung könnten bis zu 76 Millionen Euro bringen.

Zahlreiche hohe Zuschläge erzielt
Die Versteigerung "Essl: 44 Works" hat aber zahlreiche hohe Zuschläge erbracht. An der Spitze stand "Wolken (Fenster)" von Gerhard Richter, das 6,242.500 Pfund (rund 7,9 Millionen Euro) erzielte. Sigmar Polkes "Indianer mit Adler" (Bild) wurde besonders hoch gesteigert: Auf bis zu zwei Millionen Pfund geschätzt, brachte das Bild schlussendlich 5,12 Millionen Pfund.

Martin Kippenbergers "Ohne Titel" (aus der Serie "Handpainted pictures") kam auf 2,882.500 Pfund (alle Angaben laut Auktionshaus, inklusive Aufpreis). Gerhard Richters "Netz" blieb mit einem Höchstgebot von 5,8 Millionen Pfund jedoch unter dem Schätzwert von sieben bis zehn Millionen Pfund.

Die beiden Werke österreichischer Künstler wurden für 182.500 Pfund (Maria Lassnigs "Zwei Maler, drei Leinwände") bzw. 266.500 Pfund ("Der siebente Bezirk" von Friedensreich Hundertwasser) verkauft.

Erlös soll Refinanzierung der Sammlung dienen
Der Erlös soll teilweise für die Refinanzierung der Rettung der großen Kunstsammlung vor den Ansprüchen der Gläubigerbanken der angeschlagenen Baumarkt-Kette bauMax, teilweise zur Finanzierung des Betriebs des Essl Museums in Klosterneuburg verwendet werden.

Essl selbst resümierte das Ergebnis der Versteigerung in der "ZiB 24" positiv: "Wir können rundum eigentlich sehr zufrieden sein. Für mich ist es wichtig, dass durch diesen Ertrag, den wir heute bekommen haben, sowohl die Sammlung als auch das Museum langfristig abgesichert sind."

Vom "Netz" von Gerhard Richter, räumte Essl ein, "hätte ich mir erwartet, dass es etwas höher gegangen ist". Dafür gebe es aber andere Kunstwerke, "die bis zum Zehnfachen des Schätzwertes gebracht haben", gab er zu bedenken. "Es ist auch eine große Erleichterung. Es haben 50 Prozent der Lose mehr als das obere Schätzvolumen erbracht - das ist eine Leistung, die enorm ist."

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