Sa, 26. Mai 2018

Okotie kam und traf

12.10.2014 19:52

Österreich besiegt Montenegro nach Galavorstellung

Österreichs Nationalteam hat am Sonntagabend das EM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro mit 1:0 gewonnen. Mann des Abends war im Wiener Happel-Stadion vor über 44.000 Zuschauern Rubin Okotie. Der für den gesperrten Marc Janko in die Startelf gerutschte 1860-München-Legionär erzielte das Goldtor, das Österreich drei wichtige Punkte im Kampf um ein Ticket für Frankreich 2016 brachte. Österreich ist damit Tabellenführer, weil Russland gegen Moldawien nur 1:1 spielte (siehe Infobox).

Außerdem gab es im Vergleich zur Start-Elf vom 2:1 in Moldawien am Donnerstag zwei weitere Änderungen: Der wiedergenesene Martin Hinteregger ersetzte Sebastian Prödl, am rechten Flügel agierte Martin Harnik anstelle von Marcel Sabitzer.

Starker Beginn
Im Gegensatz zur Zitterpartie in Chisinau präsentierte sich das ÖFB-Team von der ersten Sekunde an in blendender Verfassung. David Alaba und Co. zogen ein phasenweise fulminantes Pressing auf, schnürten die zunächst ohne Manchester-City-Stürmer Stevan Jovetic angetretenen Montenegriner in deren Hälfte ein und erspielten sich eine Vielzahl an Chancen.

In der 4. Minute scheiterte Harnik nach Idealpass von Alaba am Gäste-Goalie Vukasin Poleksic - ein Zuspiel auf den mitgelaufenen Okotie wäre besser gewesen. Drei Minuten später wurde ein Schuss des äußerst spielfreudigen Marko Arnautovic aus kurzer Distanz von Fatos Beciraj abgeblockt, in der 15. Minute parierte Poleksic einen Kopfball von Okotie nach einer Flanke von Fuchs.

In der 24. Minute aber war der montenegrinische Keeper geschlagen: Arnautovic spielte Fiorentina-Verteidiger Stefan Savic schwindlig, seine Hereingabe verwertete Okotie zum überfälligen 1:0. Danach nahmen die Österreicher etwas das Tempo aus dem Spiel, wurden aber gegen Ende der ersten Hälfte wieder gefährlich. In der 41. Minute hatte Poleksic bei einem Schuss von Zlatko Junuzovic Mühe, in der 44. Minute donnerte Hinteregger nach einem Eckball den Ball vom Fünfer weit über die Latte.

Harmlose Gäste
Kurz vor der Pause scheiterte Harnik nach Zuspiel von Julian Baumgartlinger an Poleksic, den abspringenden Ball nahm Junuzovic direkt - der Schuss wurde jedoch von Marko Basa auf der Linie abgewehrt. Von den Gästen war vor dem Seitenwechsel mit Ausnahme einiger harmloser Distanzschüsse und ansatzweise gefährlicher Standard-Situationen nichts zu sehen.

Daran änderte sich auch nach Wiederanpfiff trotz der Einwechslung von Jovetic nichts. Harnik kam in der 50. Minute dem 2:0 nahe, als er nach Hereingabe von Arnautovic per Kopf nur die Latte traf - spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte die Partie für Österreich entschieden sein müssen.

Schlechte Chancenverwertung
Die ÖFB-Kicker spannten die Fans weiterhin auf die Folter, das zweite Tor wollte einfach nicht gelingen. Nach Pass von Baumgartlinger verjuxte der für den angeschlagenen Arnautovic eingewechselte Lukas Hinterseer eine Top-Chance, ließ sich allein vor Poleksic abdrängen und traf nur das Außennetz (67.).

Dies hätte sich fast in der 74. Minute gerächt: Jovetic tauchte allein vor ÖFB-Schlussmann Almer auf, sein Abschluss fiel jedoch zu schwach aus. Praktisch im Gegenzug entschärfte Poleksic einen Schuss von Hinterseer per Faustabwehr.

Danach riskierten die Montenegriner immer mehr und kamen in der 87. Minute zur Chance auf den Ausgleich. Bei einer Direktabnahme von Mirko Vucinic war Almer auf dem Posten. Wenig später umkurvte Harnik nach Alaba-Pass Goalie Poleksic traf aber aus spitzem Winkel nicht ins Tor.

Schon seit acht Spielen unbesiegt
Es blieb beim knappen 1:0, womit die Österreicher vor dem letzten EM-Qualifikationsspiel in diesem Jahr am 15. November wieder im Happel-Stadion gegen Russland (nur 1:1 gegen Moldawien) schon seit acht Partien ungeschlagen sind. Zuletzt gelang dies der legendären Cordoba-Generation vom 30. Jänner 1979 bis 2. April 1980.

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