So, 22. Oktober 2017

Bei Rinderherde

10.10.2014 17:30

Erneut Bär im Salzburger Lungau gesichtet

Im Salzburger Lungau ist erneut ein Bär gesichtet worden. Zwei Wochen nachdem ein 71-jähriger Landwirt beim Zusammentreffen mit einem Braunbären leicht verletzt worden ist, hat ein Bauer am Freitag gegen 11 Uhr im Bereich des Ochsenforstes bei Göriach wieder einen Bären entdeckt. Ob es sich um dasselbe Tier handelte, steht noch nicht fest, es scheint aber wahrscheinlich.

Der Landwirt hatte laut ersten Informationen Unruhe bei seinen Tieren bemerkt und aus Routine nachgesehen. Nachdem ihm der Grund für die Unruhe zuerst nicht aufgefallen ist, entdeckte er - bereits am Heimweg - von seinem Auto aus in rund 15 Metern Entfernung den Bären. Das Tier war zu diesem Zeitpunkt rund 100 Metern von den Rindern entfernt.

"Schilderungen des Landwirts sind glaubwürdig"
"Im Rahmen der Sichtung ist es zu keiner Verletzung gekommen. Es gab keinen direkten Kontakt zwischen Tier und Mensch", sagte der zuständige Landesrat Josef Schwaiger am Freitagnachmittag. "Die Schilderungen des betroffenen Landwirts sind für die Experten sehr plausibel, nachvollziehbar und absolut glaubwürdig. Sobald Bärenanwalt Georg Rauer (er ist derzeit im Ausland; Anm.) in den Lungau kommen kann, wird er auch diesen Fall ganz genau untersuchen."

Die Bewohner der Gemeinde wurde unterdessen durch die Freiwillige Feuerwehr über die Bärensichtung informiert. Schwaiger leitete in Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Tamsweg alle weiteren Schritte ein und ersuchte die Bevölkerung, sich im Falle weiterer Sichtungen umgehend bei der BH unter der Telefonnummer 06474/6541-0 zu melden.

Spurensuche gestartet
Einem Sprecher Schwaigers zufolge wurden noch am Freitag nach ersten Spuren gesucht. Vor allem eine DNA-Probe könnte laut Bärenanwalt Rauer bei der Identifikation des Tieres und damit bei einer Einschätzung der Gefährlichkeit des Bären helfen.

Erst Ende September hatte auf einer Alm im Lungauer Thomatal ein ausgewachsener Braunbär einen 71-jährigen Landwirt angegriffen und verletzt. Von dem Tier fehlte danach aber jegliche Spur. Fotofallen hatten keine Aufnahme eines Bären geliefert (Bericht siehe Infobox).

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