Di, 21. November 2017

104 Mal zugeschlagen

10.10.2014 12:16

Einbrecherbande richtet 400.000 Euro Schaden an

Nicht weniger als 104 Mal soll eine Einbrecherbande in Ober-, Niederösterreich und Salzburg zugeschlagen haben - nun gingen die Verbrecher der Polizei ins Netz. Die sieben Verdächtigen haben mehr als 400.000 Euro Schaden angerichtet. Fünf von ihnen wurden gefasst, einer bereits verurteilt, zwei sind noch auf der Flucht.

Ab März 2014 wurde in Oberösterreich ein eklatanter Anstieg von Einbrüchen in Kindergärten und Schulen registriert. Das Landeskriminalamt (LKA) startete daraufhin in Zusammenarbeit mit Beamten der betroffenen Bezirke verstärkte Überwachungsmaßnahmen. Bei einem 39-jährigen mazedonischen Einschleichdieb, der insgesamt 49-mal Kindergärten heimgesucht hatte, klickten die Handschellen. Er hat in der Zwischenzeit eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten ausgefasst, berichtete Rudolf Frühwirth vom LKA.

Weiteren Tätern aus Linz und Salzburg wies die Polizei ebenfalls Diebstähle nach. Trotz dieser Ermittlungserfolge blieb aber eine große Anzahl von Straftaten in Oberösterreich ungeklärt. Ab Mitte April ging die Zahl der Einbrüche merklich zurück, Anfang Juni nahm sie plötzlich wieder stark zu. Wie sich später herausstellte, waren die mutmaßlichen Haupttäter in ihre Heimatländer Serbien und Albanien gereist und kehrten erst nach Wochen wieder nach Österreich zurück.

Verurteilter Straftäter unter Verdächtigen
Am 7. Juni wurde dann ein 32-jähriger Albaner in Frankenmarkt im Bezirk Vöcklabruck auf frischer Tat ertappt. Die Fahnder konnten ihn mit der Einbruchsserie in Verbindung bringen und kamen dadurch auf die Spur eines 35-jährigen Serben, der sich illegal in Linz aufhielt.

Der Mann war bereits wegen zahlreicher Diebstähle verurteilt worden, die Hälfte seiner unbedingten Freiheitsstrafe war ihm jedoch im Herbst 2013 unter Zusicherung seiner Ausreise erlassen worden. Vergangenen Februar kam er dennoch wieder nach Österreich, er verwendete dabei gefälschte Dokumente. Am 13. Juni forschte ihn die Polizei aus und nahm ihn fest.

Im Juli und August gelang es dem Landeskriminalamt, drei weitere mutmaßliche Mittäter - einen 28-jährigen und einen 33-jährigen Kosovaren sowie einen 45-jährigen Serben - auszuforschen. Die Bande suchte neben Kindergärten und Schulen auch Firmen und Wohnhäuser heim, sie zeigte sich zum Großteil geständig, so Frühwirth.

"Die finden wir"
Fünf Personen befinden sich in der Justizanstalt Wels. Der Ermittler ist optimistisch, dass auch die beiden flüchtigen Komplizen noch gefasst werden. Der Albaner und der Kosovare dürften sich in ihre Heimat abgesetzt haben, sie werden per internationalem Haftbefehl gesucht. "Die finden wir", ist Frühwirth überzeugt.

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