Fr, 25. Mai 2018

Falsche Subventionen

09.10.2014 16:55

EU-Modell fördert AKWs - Wasserkraft benachteiligt

Mit dem jüngsten EU-Kniefall vor der Atomlobby, sprich der Genehmigung staatlicher Subventionen für das britische AKW Hinkley, erlaubt Brüssel, dass es zu einem völlig verzerrten Wettbewerb am Energiesektor kommt. Denn die ebenso teure wie gefährliche Atomkraft wird gefördert – und die Öko-Energie, wie unsere heimische Kleinwasserkraft, wird benachteiligt.

Verkehrte Umweltpolitik in der EU. 32 Milliarden Euro wird das AKW Hinkley Point an der englischen Küste kosten. Doch um die Rentabilität braucht sich der Atomriese EdF nicht zu sorgen. Seit Mittwoch gibt es eine "EU-Garantie" für den französischen Nukleargiganten und seine chinesischen Partner.

"Dank der Brüsseler Hilfe können die Franzosen sicher sein, dass der im AKW produzierte Strom um mehr als das Doppelte des Großhandelspreises für eine Dauer von 35 Jahren abgenommen wird", so Greenpeace-Sprecherin Julia Kerschbaumsteiner.

"Skandal ersten Ranges!"
Zudem wird durch die Subvention des Nuklearstroms der Energiewettbewerb verzerrt. "Die Kleinwasserkraft bekommt nur 3,6 Cent und Hinkley Point wertgesicherte 11 Cent für die Kilowattstunde. Das ist ein Skandal ersten Ranges!", ärgert sich Christoph Wagner, Präsident des Kleinwasserverbandes (siehe dazu Grafik oben).

Und wenn AKWs wie Temelín in Tschechien, Paks in Ungarn oder Mochovce in der Slowakei auch mit Steuer-Milliarden ausgebaut werden, hat der Ökostrom gar keine Chance mehr. So ruht alle Hoffnung der europäischen Umweltbewegung auf Österreichs Anti-Atomduo Werner Faymann und Reinhold Mitterlehner. Die Regierungsspitze klagt gegen den EU-Atom-Entscheid.

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