Sa, 18. November 2017

Scharf und schnell

09.10.2014 11:00

8K und 5G: Japans Industrie hofft auf Olympia 2020

Japans Elektronikindustrie hat in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder Horror-Schlagzeilen produziert. Milliardenverluste bei Sharp, rote Zahlen auch bei Panasonic und Bilanzaffäre bei Olympus. Zuletzt schockte Sony die Branche mit einer Warnung, weil nach der Sanierung der TV-Sparte plötzlich das miese Geschäft mit Smartphones für einen Jahresverlust von umgerechnet 1,7 Millionen Euro sorgen dürfte. Jetzt hofft die Branche auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio.

Denn diese sollen nicht nur in der gewaltigen Auflösung von 8K, also 7.680 x 4.320 Pixeln, aufgezeichnet und zeitversetzt übertragen, sondern auch in Echtzeit live an die Haushalte gesendet werden. Wie das im Detail funktionieren soll, steht noch nicht fest. Die Arbeiten, um die Engpässe auf den Übertragungswegen zu beseitigen, laufen aber auf Hochtouren.

Und da der Standard unter der Federführung des öffentlich-rechtlichen japanischen TV-Senders NHK entwickelt wurde, sehen etliche Branchenbeobachter in dem Drängeln in Richtung 8K auch den staatlich geförderten Versuch, der Geräteindustrie in Japan einen Startvorteil gegenüber der Konkurrenz aus Südkorea und China zu verschaffen.

Die Olympischen Spiele bilden auch in der Telekommunikations-Entwicklung einen Meilenstein. Der größte japanische Mobilfunk-Anbieter NTT DoCoMo plant, zur Eröffnungsfeier ein Netz der fünften Mobilfunkgeneration (5G) in Betrieb zu nehmen. Gerade in gut besuchten Sportstätten kann man mit den bisher gängigen Standards GSM (2G), UMTS (3G) und LTE (4G) kaum noch telefonieren oder gar Daten übertragen, weil die Netze der Belastung nicht standhalten.

Bei 5G können sich in eine Funkzelle 100 Mal mehr Handys einbuchen als bisher. Außerdem fließen die Daten bis zu 100 Mal schneller - so zumindest die Theorie. Ob das in der Praxis dann funktionieren wird, wird sich in sechs Jahren zeigen.

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