Fr, 25. Mai 2018

Guter Scooter

12.10.2014 09:14

Ist das jetzt ein 125er-Honda- oder -BMW-Roller?

Honda macht einen auf BMW – jedenfalls beim Design des neuen 125er-Rollers namens Forza, der wie ein kleiner Bruder der Münchner Maxi-Scooter wirkt. Ausstattungsmäßig ist der neuentwickelte Kleine jedenfalls auch maxi, vom höhenverstellbaren Windschild über LED-Scheinwerfer/Rücklicht bis zum 48-Liter- Staufach für zwei Integralhelme.

Platz, Komfort und einen hohen Alltagsnutzen bei Fahrten im dichten Stadtverkehr wie auch bei Ausflügen in die Umgebung will Honda gleichermaßen bieten.

Ganz neu entwickelt wurde auch der 125 Kubikzentimeter große Viertakt-Einzylindermotor mit Wasserkühlung und Vierventiltechnik. Das gesetzlich zulässige Leistungslimit von 15 PS schöpft das Triebwerk nahezu aus: Es leistet 14,3 PS bei 8.750/min. und damit deutlich mehr als die meisten 125er-Roller-Motoren. Besonderen Wert hat Honda auf "kraftvolle Beschleunigung und energischen Durchzug" im Bereich von 40 bis 60 km/h gelegt, wo häufig viel Kraft benötigt wird. Die Maximalgeschwindigkeit des Komfort-Scooters wird mit "über 90 km/h" angegeben; vergleichen mit den deutlich schwächeren Honda PCX 125 (94 km/h) und SH 125i (97 km/h) wäre das allerdings enttäuschend.

Ungewöhnlich gelöst haben die Honda-Entwickler die Unterbringung des Wasserkühlers: Er ist seitlich vom Motor angebracht und wird per Lüfterrad mit Kühlluft versorgt. Eine technisch neuartige Lösung stellt auch die Kombination aus Lichtmaschine und E-Starter dar: Dazu wurde der Rotor doppelt gewickelt. Laut Honda sorgt diese Technik für "ungewöhnliche Geschmeidigkeit beim Startvorgang, weil die üblichen Geräusche beim Eingreifen des E-Starters über Zahnräder entfallen".

Serienmäßig geliefert wird der Achtelliter-Forza mit einer Start-Stopp-Automatik, die das Triebwerk nach drei Sekunden im Leerlauf deaktiviert. Ein kurzer Dreh am Gasgriff genügt, um den Einzylinder wieder zum Laufen zu kriegen. Wer will, kann diese Sparhilfe auch stilllegen, wird dann aber wohl mehr Benzin verbrauchen. Die Prüfstandswerte für den Forza 125 sind mit ca. 2,3 Liter/100 km günstig; in der Praxis wird man wohl mit drei Litern rechnen müssen. Dank des 11,5 Liter-Tanks dürften Tankstopps nicht allzu häufig sein.

Weniger Überraschungen bietet das Fahrwerk: Stahlrahmen, Telegabel vorne und Triebsatzschwinge hinten weisen viele Scooter auf. 162 Kilogramm fahrfertiges Leergewicht zeigen, dass Leichtbau im Lastenheft der Entwickler nicht ganz vorne rangiert hat. Gebremst wird mit je einer Einzelscheibe vorne und hinten, ABS ist selbstverständlich Serie.

Gut ist die Cockpit-Ausstattung: Angezeigt werden außer Wegstrecke, Geschwindigkeit und Motordrehzahl auch Benzinvorrat, Kühlmitteltemperatur, Uhrzeit und der Spritverbrauch. Auf höhere Kundenansprüche eingestellt hat sich Honda auch beim Zubehör: Erhältlich sind nicht nur ein Gepäckträger sowie ein Topcase, sondern auch Heizgriffe und Innentaschen für den einfachen Transport mitgenommener Artikel. Der Forza wird ab März in vier Farben erhältlich sein; über den Preis schweigt sich der Hersteller noch aus. Schließt man von der Honda-Preisgestaltung in der 300er-Klasse, in der der Forza 300 auf gleichem Niveau wie der SH 300i rangiert, auf die 125er-Klasse, dann wäre für den Forza 125 ein Preis von rund 3.700 Euro zu erwarten, also knapp über dem SH 125i.

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