Di, 21. November 2017

Vom Kurs abgekommen

06.10.2014 10:32

US-Küstenwache rettet Seefahrer in Hamsterrad-Boot

Per Hamsterrad-Prinzip den Atlantik bezwingen - das klingt nach einem wahrhaft waghalsigen Unterfangen. Der Extremsportler Reza Baluchi hat es in einem selbst gebauten Wasservehikel dennoch versucht - und ist gescheitert. Nach gerade einmal einem Zehntel der Strecke fischte ihn die US-Küstenwache laut einem "Spiegel"-Bericht aus dem Wasser.

Eine gewaltige Distanz hatte sich der Sportler zu überwinden vorgenommen. Von Florida aus sollte ihn der "Hydro Pod" rund 1.660 Kilometer weit über den Atlantik bis nach Bermuda tragen. Angetrieben von der bloßen Muskelkraft seines laufenden Insassen.

Dieser verfolgte mit der Aktion sehr noble Absichten: "Ich wollte all jene inspirieren, die auf eine bessere Zukunft hoffen", so der Exil-Iraner. Zudem wollte er Geld für hilfsbedürftige Kinder sammeln.

Fortbewegung per Hamsterrad-Prinzip
Der Extremsportler konstruierte für das Abenteuer eigens ein Wasserfahrzeug. Der "Hydro Pod" ist eine Kugel aus drei Millimeter dickem, durchsichtigem Kunststoff, die in einem Alurahmen verbaut wurde. Durch Rotation - wie in einem Hamsterrad - sollte sich das Vehikel ähnlich einem Schaufelrad über die Wasseroberfläche bewegen.

Küstenwache nach dem Weg gefragt
Bereits vergangene Woche war Baluchi gestartet. Doch dann musste er seinen Notfall-Peilsender aktivieren, offenbar weil er sich "verfahren" hatte. Rasch wurde der Aktivist von der Küstenwache rund 130 Kilometer von St. Augustine entfernt ausfindig gemacht. Wie der "Spiegel" berichtete, machte der Iraner einen orientierungslosen Eindruck und fragte die Küstenwache, wo es denn nach Bermuda gehe. Zunächst lehnte er eine Rettung ab, erst am Samstag gab er das Unterfangen dann nach etwa 160 Kilometern völlig erschöpft auf. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, ist aber bei guter Gesundheit, hieß es.

Baluchi ist ein politischer Flüchtling. Er bekam im Jahr 2003 in den USA Asyl und besitzt mittlerweile die US-Staatsbürgerschaft. Der Extremsportler lief unter anderem bereits durch die gesamten USA und besuchte auf einer sieben Jahre dauernden Fahrradtour 55 Länder.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden