Mi, 23. Mai 2018

UN-Bericht:

04.10.2014 13:27

IS verkauft Frauen und Kinder als Sexsklaven

Ein aktueller UN-Bericht beschreibt eine weitere erschreckende Facette des blutigen Kriegszuges des sogenannten Islamischen Staates (IS) im Irak und in Syrien. Neben Massenexekutionen und der Zwangsrekrutierung von Kindern werfen die Vereinten Nationen den Gotteskriegern auch den Handel mit (Sex)-Sklaven vor. In den IS-Hochburgen sollen regelmäßig Märkte stattfinden, auf denen Frauen und Kinder angeboten werden.

"Der schockierende Bericht offenbart die erschütternden Menschenrechtsverletzungen, die vom Islamischen Staat begangen werden", heißt es von der UNO. Die Opfer sind meistens regionale Minderheiten wie die Jesiden. Aber auch Regierungstruppen und ihre Verbündeten würden Menschenrechte und das Kriegsrecht verletzen.

Der Bericht, welcher sich aus Interviews mit über 500 Zeugen zusammensetzt, bringt grausame Details ans Licht: So wurden am 12. Juni 2014 rund 1.500 irakische Soldaten und Sicherheitskräfte von den Gotteskriegern gefangen genommen und massakriert: "Aber auch Frauen wurden nicht verschont. Die IS-Kämpfer haben Ärztinnen, Anwältinnen und andere Frauen mit Ausbildung attackiert und getötet", zitiert der "Daily Star" die UNO. Die Opfer wurden in Massengräbern verscharrt und konnten bislang nicht exhumiert werden, weshalb man auch keine genauen Zahlen angeben könne, heißt es.

Frauen als Sexsklavinnen verkauft
Anfang August nahmen die Dschihadisten in einem Jesiden-Viertel in der irakischen Stadt Sindschar 400 bis 500 Frauen und Kinder gefangen und trieben sie in eine Festung in der Stadt Tal Afar. 150 Unverheiratete wurden nach Syrien verfrachtet, "als Belohnung für IS-Kämpfer oder sie wurden als Sex-Sklavinnen verkauft". Bei den meisten verschleppten Frauen handelt es sich laut den Vereinten Nationen um Jesidinnen oder Christinnen. Weiters dokumentierte die UNO, dass zahlreiche im Nordirak gefangene Mädchen und Buben von den Kämpfern sexuell missbraucht wurden.

In den IS-Hochburgen wie Mossul soll es zudem regelmäßig Sklavenmärkte geben, in denen gefangen genommene Frauen und Kinder verkauft werden. Die Frauen würden wie Ware mit Preisschildern auf einen Platz getrieben, berichten Zeugen. Die Käufer sind meistens junge Männer aus umliegenden Dörfern, die mit dem IS sympathisieren. Seit dem Vormarsch des IS im Nordirak sind laut dem Bericht mindestens 9.500 Zivilisten getötet und 17.300 verletzt worden. Die Dunkelziffer dürfte aber weit höher sein.

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