Mi, 23. Mai 2018

Zunehmend abhängig

02.10.2014 09:45

Jeder Dritte kann nur fünf Stunden ohne Internet

Über 2,5 Milliarden Menschen weltweit sind online – und das laut einer Studie des indischen Telekommunikationsunternehmens Tata Communications immer länger, aus Angst andernfalls etwas zu verpassen und den gesellschaftlichen Anschluss zu verlieren. Die Experten sprechen dabei von "Fear of Missing Out", kurz FOMO – einem längst globalen Phänomen.

Wer nicht online ist, der wird in unserer zunehmend digitalisierten Welt zunehmend ausgeschlossen. Laut einer Studie von Tata Communications, für die über 9.400 Personen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Indien, Singapur und den USA befragt wurden, fürchten inzwischen 64 Prozent aller Menschen, dass sie ohne Internet etwas verpassen. Der Umfrage zufolge müssen wir im Schnitt nach spätestens 8,9 Stunden wieder ans Netz – länger können wir nicht mehr ohne. Ein Drittel aller Menschen weltweit gab sogar an, nicht länger als fünf Stunden ohne Internet überleben zu können.

Besonders hoch ist die Internetabhängigkeit in Asien und Indien, wo 46 bzw. 43 Prozent aller Menschen täglich mehr als sechs Stunden im Internet verbringen und damit mehr als der weltweite Durschnitt (29 Prozent). Dementsprechend können oder wollen die Menschen dort auch nicht aufs Internet verzichten: Während 86 Prozent der Deutschen, 77 Prozent der Franzosen, 75 Prozent der US-Bürger und 70 Prozent der Briten angaben, bis zu zwölf Stunden ohne Internet auskommen zu können, waren dies in Singapur nur 48 Prozent, in Indien gar nur 44 Prozent.

Das würden Menschen für mehr Internetzeit opfern
Danach befragt, welche Angewohnheiten und Aktivitäten sie am ehesten bereit wären, für mehr Internetzeit aufzugeben, antwortete fast ein Drittel (28 Prozent) mit Alkohol, gefolgt von Fernsehen (26 Prozent). Auch Schokolade – insbesondere in Großbritannien und Deutschland (beide 24 Prozent) – und Sport (31 Prozent der Briten und 28 Prozent der US-Amerikaner) – würden viele Menschen bereitwillig für mehr Zeit im Internet opfern.

Weltweit durchschnittlich fünf Prozent würden sogar so weit gehen, Intimität mit ihrem Partner für Surfminuten aufzugeben. Einen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt es bei dieser Antwort übrigens nicht. Im Gegensatz zu Männern würden Frauen im Austausch für mehr Online-Zeit allerdings eher auf Sport als auf Schokolade verzichten.

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