Mo, 20. November 2017

Klimawandel-Folge

02.10.2014 12:49

35.000 Walrosse an der Küste Alaskas gestrandet

Auf einem Küstenstrich von Alaska drängen sich seit einigen Tagen mindestens 35.000 Walrosse. Experten bezeichnen das Phänomen als eine Folge des Klimawandels. Wegen des wärmeren Klimas habe sich das Packeis der Arktis stärker zurückgezogen als bisher, weshalb die Tiere auf das Festland ausweichen hätten müssen.

Die Massenansammlung der Walrosse sei erstmals am 27. September aus der Luft beobachtet worden, teilten Experten des US-Regierungsinstituts United States Geological Survey (USGS), der wichtigsten Behörde des Landes für die amtliche Kartografie, am Mittwoch mit. Noch vier Tage zuvor seien es lediglich rund 1.500 Tiere gewesen.

Wie USGS-Forscher Chadwick Jay erläuterte, zog sich das Packeis der Arktis wegen des wärmeren Klimas stärker zurück als bisher. Deshalb hätten die Walrosse auf das Festland ausweichen müssen. Normalerweise leben die Tiere auf dem Eis und fischen von dort aus in seichten Gewässern. Mit dem schmelzenden Eis seien die Fischgründe jedoch zu tief für die Walrosse geworden, weshalb sie auf das Festland umgezogen seien.

Folgen für die Sterblichkeit der Tiere?
Die Experten sind sich noch nicht klar darüber, ob das veränderte Verhalten der Tiere Folgen für ihre Sterblichkeit haben wird. Allerdings gehen sie davon aus, dass die Jungen auf dem Festland eher Gefahr laufen, totgetrampelt zu werden. Auch würden die Tiere mehr Energie beim Fischen vom Festland aus verlieren, als wenn sie auf dem Eis seien.

Laut USGS wurden auf demselben Küstenstrich auch mehr Braunbären gesichtet als erwartet. Im Gegensatz dazu seien die Grauwale, die noch in den 1990er-Jahren in der Gegend anzutreffen waren, völlig verschwunden.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden