Mo, 18. Dezember 2017

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30.09.2014 16:35

So lief die peinliche Parade der Udo-Jürgens-Fans

Am Dienstagnachmittag hat in der Wiener Innenstadt die heftig umstrittene Bademantel-Parade zu Ehren des 80. Geburtstags von Udo Jürgens stattgefunden. Ursprünglich war die fragwürdige Aktion auf der Ringstraße geplant - Sperren und Verkehrschaos inklusive -, doch die Route wurde kurzfristig geändert, der Tross aus Beschallungswagen, 20 Bademantelträgern sowie der Prater-Liliputbahn zog durch die Kärntner Straße. Mit knapp 100 Teilnehmern blieb die Jux-Demo hinter den Erwartungen der Veranstalter.

Die Udo-Jürgens-Fans versammelten sich gegen 12.30 Uhr vor der Oper. Um 14.30 Uhr setzte sich der Marsch zu Ehren des Geburtstagskindes in Bewegung. Ziel der von Madame Tussauds veranstalteten Jux-Parade, die offiziell als Demonstration bei den Behörden durchging und auch von 20 Polizisten sowie Verfassungsschützern und Terrorbekämpfern in Zivil begleitet wurde, war letztlich das Riesenrad im Wiener Prater. Der Werbemarsch für die Wachspuppen zog zwar laut Polizei nur knapp 100 eingefleischte Udo-Jürgens-Fans an, sorgte aber für ein großes mediales Echo.

"Die Sonne scheint, ich habe nix vorgehabt und einen bunten Bademantel. Natürlich ist das keine Demo, sondern ein Spaß", so etwa der 66-jährige Udo-Fan Alexander P. aus Wien. Hits von Udo Jürgens dröhnten aus den Boxen, einige Gespenster schunkelten in weißen Morgenmänteln, und alles wartete auf ein Stückchen der Geburtstagstorte - aber was hat das alles mit dem Recht auf Demonstrationsfreiheit zu tun?

"Wir prüfen, ob die öffentliche Sicherheit gefährdet ist"
"Diese Frage muss der Gesetzgeber beantworten. Wir prüfen, ob keine strafrechtlichen Verstöße vorliegen oder die öffentliche Sicherheit gefährdet ist", so Oberst Johann Golob von der Wiener Polizei. Immerhin wurde die Route kurzfristig geändert, um die Autofahrer nicht allzu sehr zu belasten - bis zur nächsten Ring-Demo.

Zuvor hatte der Plan, ein Teil der Ringstraße zur Gänze zu sperren, für große Aufregung bei Handelsvertretern und in der Kommunalpolitik bis hinauf zu Bürgermeister Michael Häupl gesorgt. Die Bundesregierung überlegt nun sogar Einschränkungen für künftige Spaß-Demos (Bericht siehe Infobox).

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