Sa, 16. Dezember 2017

Dramen in OÖ

30.09.2014 10:51

Zwei Kinder binnen 5 Stunden aus Fenster gestürzt

Zwei Kinderdramen binnen weniger Stunden in Oberösterreich: Nachdem ein dreijähriges Mädchen am Montag um 14 Uhr aus dem vierten Stock einer Linzer Wohnanlage gestürzt war, kam es um 19 Uhr schon zum nächsten Unglück. Ein Zehnjähriger fiel aus dem sechsten Stock eines Welser Wohnblocks.

Der Schüler war alleine zu Hause, als er aus dem Fenster in der Traunaustraße 36 etwa 15 Meter in die Tiefe fiel. Er hatte eine Kühlbox auf eine Couch gestellt und war über diese auf das Fensterbrett geklettert. Warum er das getan hat, ist laut Polizei nicht bekannt.

Der Zehnjährige schlug auf einer Wiese auf, war kurz danach noch ansprechbar. Minuten später waren die Helfer am Unglücksort und brachten nach einer Erstversorgung den schwer verletzten Schüler in den Schockraum des Welser Krankenhauses.

Der Bursch hatte unheimliches Glück: Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut und er müsse noch einen Tag zur Beobachtung bleiben. Details zu seinen Verletzungen wurden auf Wunsch der Eltern nicht veröffentlicht. Warum sein Unfall viel glimpflicher endete als jener des Mädchens, war nicht bekannt.

Dreijährige schwebt in Lebensgefahr
Die Ärzte im Linzer AKH kämpfen indes noch immer um das Leben jener Dreijährigen, die aus dem Küchenfenster im vierten Stock gestürzt war. Nach der Notoperation schwebt die Kleine weiterhin in Lebensgefahr. Das Unglück war passiert, während die Eltern des Mädchens einkaufen waren. Die Großmutter passte auf das Kind und seine fünfjährige Schwester auf. Sie war aber gerade am WC und realisierte das Drama erst, als eine Nachbarin Alarm schlug (Bericht siehe Infobox).

Ersthelfer und Augenzeuge Mario Barillaro (37) schilderte der "Krone" noch sichtlich geschockt von den tragischen Minuten, die er in Linz miterlebte: "Ich bin mit meiner Tochter und meinem kleinen Sohn spazieren gegangen. Auf einmal hör' ich einen riesengroßen Plumpser. Ich hab geglaubt, da schmeißt jemanden einen Schrank runter, dreh' mich um – und seh' in dem Moment, wie die Kleine auf den Boden knallt. Zum Glück ist das Kind auf die nasse Wiese gefallen und nicht auf das Vordach oder eine Betonplatte."

Ersthelfer: "Hab' dem Mädchen den Kopf gestreichelt"
Barillaro lief zu dem etwa fünf Meter entfernten Mädchen. "Sie ist mit dem Gesicht nach unten am Boden gelegen. Ich hab' sie vorsichtig zur Seite gedreht. Ihre Augen waren offen, sie hat sehr schnell geatmet, aus Nase und Mund ist Blut geflossen. Ich hatte selber einmal einen Genickanbruch, deshalb hab' ich mich nicht getraut, sie zu viel zu bewegen, hab' sie nur in stabile Seitenlage gedreht." Der 37-Jährige alarmierte per Handy die Rettung und versuchte, die Kleine zu beruhigen: "Ich hab' dem Mädchen den Kopf gestreichelt, damit es spürte, dass jemand da ist."

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