Sa, 26. Mai 2018

"Krone"-Ombudsfrau

23.09.2014 16:03

SVA: Selbstbehalt weiterbezahlt? Selbst schuld!

Für Elisabeth S. ist das Vorgehen der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft fahrlässig. Ihr Vorwurf: Man habe Betroffene nicht ausreichend über den Wegfall des Selbstbehalts bei Leistungen aus der Krankenversicherung, wie etwa bei Arztbesuchen, informiert. Die Wienerin hat deshalb 6.000 Euro "umsonst" bezahlt, die ihr nicht mehr ersetzt werden!

Im Mai 2014 hat Elisabeth S. erstmals von der Bestimmung der SVA gelesen, dass Versicherte mit einem Behinderungsgrad von mehr als 50 Prozent keinen Selbstbehalt mehr bezahlen müssen. Dieser wird von SVA-Versicherten für bestimmte Leistungen aus der gewerblichen Krankenversicherung verlangt und beträgt immerhin 20 Prozent der jeweiligen Kosten.

Frau S. bezieht seit vielen Jahren eine kleine Pension. Sie ist wegen einer 70-prozentigen Behinderung erwerbsunfähig und hat auch einen Behindertenpass. Sie müsste also keinen Selbstbehalt bezahlen. Hat das aber nicht gewusst. "Mir sind dadurch knapp 6.000 Euro entgangen, die ich im Laufe der Jahre zu viel an Selbstbehalt bezahlt habe. Ich finde, die SVA hätte bei Einführung der Bestimmung die Aufgabe gehabt, alle Erwerbsunfähigkeitspensionisten anzuschreiben. Man schickt ja auch vierteljährlich die Abrechnungen der Selbstbehalte", ist sie nun empört. Denn erstattet wird ihr dieses Geld von der SVA nicht.

Die Bezahlung fällt eher unter das Motto "selbst schuld". Laut SVA besitze man bedauerlicherweise keine Informationen, welche Versicherten über einen Behindertenpass verfügen. Informationen über den Antrag auf Befreiung seien aber auf der SVA-Homepage zu finden. Außerdem habe man das Sozialministeriumservice – bei dem ein Behindertenpass beantragt werden kann – gebeten, auf die Kostenanteilsbefreiung aufmerksam zu machen.

Auf ihre Beschwerde hat man Frau S. übrigens geraten, eine Kur zu beantragen. Als Ausgleich für die nicht mögliche Rückzahlung ihrer Selbstbehalte…

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