Di, 21. November 2017

Feuerattentat in OÖ

23.09.2014 16:57

Mordopfer ließ sich freiwillig fesseln und knebeln

Leichtes Spiel hatte das zierliche Callgirl (24), das im oberösterreichischen Steyr seinen kräftigen Ex-Liebhaber (43) fesselte, knebelte und anzündete: Denn das Opfer ließ sich offenbar freiwillig Hände und Beine binden und Taschentücher in den Mund stecken - und das, obwohl ihn die Verdächtige zuvor mit dem Umbringen bedroht hatte.

"Der Erich mochte das Fesseln", erzählen seine Freunde - vermutlich öffnete er seiner Ex-Lebensgefährtin Sharon G. die Tür, weil das Callgirl dem seit einem Autounfall geistig beeinträchtigten 43-Jährigen sexuelle Dienste offerierte. Da verwarf er die Ängste, die er zuvor im Stammlokal geäußert hatte: "Sharon drohte, mich zu verbrennen."

"Erich sehnte sich immer nach Liebe"
Warum die Horror-Beziehung, die vor einem halben Jahr mit dem Auszug von Sharon G. geendet hatte, so eskalierte, wird nur die Verdächtige erklären können. Die Frau, die in ihrer Linzer Wohnung Massagen - für mehr Geld auch oben ohne - angeboten habe, fühlte sich angeblich von ihrem "Ex" im Internet verfolgt. Sie löschte auch alle Einträge und Bilder. Dies tat auch Erich Sch., der sich aber nie von der 24-Jährigen lösen konnte. "Erich hat sich immer nach Liebe gesehnt", wissen Freunde.

Der Mann aus Steyr hatte schon zwei Ehen hinter sich - eine, die er während eines Urlaubs in der Dominikanischen Republik geschlossen hatte, galt bis zuletzt, die Frau durfte aber nie einreisen. Zwei erwachsene uneheliche Kinder seien laut Verwandten da, von einem habe er erst kürzlich erfahren.

Mutter: "Sharon gehört behandelt"
Eine Sachwalterin kümmerte sich um das Geld von Erich Sch., der nach dem Unfall eine "schöne Rente" bezogen hat. Damit habe er in den vergangenen Jahren Sharon G. unterstützt. Er habe sie aber auch angezeigt, da sie ihm das Auto oder Geld entwendet haben soll. "Sharon gehört behandelt, sie war öfter in der Psychiatrie", fordert die Mutter der 24-Jährigen, die ebenfalls Massagen anbietet.

Bisher aber schweigt die Verdächtige. Die Polizei sucht jetzt jenen Unbekannten, mit dem die Frau am Tag vor der Tat in der Wohnung des Opfers gewesen sei und in dessen Anwesenheit sie Erich Sch. mit dem Mord gedroht habe.

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