Di, 21. November 2017

„Bin, wer ich bin“

23.09.2014 13:30

„Bond“-Star Clemens Schick outet sich als schwul

Der deutsche Schauspieler Clemens Schick (42, "James Bond 007 - Casino Royale") spricht in einem Interview erstmals öffentlich über sein Schwulsein. Es sei "eine bewusste Entscheidung", dies nun zu tun, sagte er dem Schwulenmagazin "Männer" in dessen Oktober-Ausgabe.

"Für mich ist das eine politische Aussage. Mich persönlich interessiert weder das Label 'schwul' noch brauche ich es für mein eigenes Selbstverständnis", sagte der Filmstar zu seinem medialen Coming-out. "Aber mich nerven die Schubladen und die Klischees. Mit Männern zusammen zu sein schließt für mich überhaupt nicht aus, mit Frauen zu flirten, sie attraktiv zu finden oder mich in sie zu verlieben."

Er verstehe sich daher in erster Linie als Mann, so Schick weiter. "Irgendwann kommt auch der Aspekt, dass ich schwul bin. Aber der ist einer von vielen Bereichen meines Lebens, meiner Person. Und trotzdem habe ich um dieses Thema bisher einen Bogen gemacht, zumindest öffentlich. Das will ich jetzt nicht mehr. Ich bin der, der ich bin. Und wer damit ein Problem hat … so what."

Als Homosexueller im Kino
Am 2. Oktober kommt der bei der Berlinale uraufgeführte, deutsch-brasilianische Männer-Liebesfilm "Praia do futuro" von Karim Ainouz ins Kino. Schick spielt eine der Hauptrollen. Es ist seine erste explizite Homosexuellen-Rolle.

"Was ich am Drehbuch interessant fand, war, dass das Schwulsein als solches aber gar nicht weiter thematisiert wird. Die Liebesgeschichte wird gesetzt. Sie findet einfach statt, ohne problematisiert zu werden. Sie kommt auch total plötzlich. Schon in der dritten Szene schlafen wir miteinander." Später spüre man, dass nicht alles selbstverständlich sei, aber generell sei die Homosexualität der Figuren kein Thema. "Das hat mich interessiert."

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