Do, 22. Februar 2018

Streit mit Noriega

23.09.2014 08:47

Ex-Bürgermeister Giuliani unterstützt Activision

Im Streit um "Call of Duty: Black Ops II" hat sich die Entwicklerfirma Activision Blizzard prominente Unterstützung an die Seite geholt. Der ehemalige Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, soll das Unternehmen in der Auseinandersetzung mit Panamas Ex-Machthaber Manuel Antonio Noriega verteidigen. Das gab der US-Publisher am Montag bekannt.

Der frühere Diktator wirft Activision vor, seinen Namen ohne Genehmigung in dem beliebten Egoshooter zu nutzen. Er werde darin als "Entführer, Mörder und Staatsfeind" dargestellt, krisitiert Noriega und fordert daher Schadenersatz in nicht genannter Höhe.

Es sei "einfach absurd", dass ausgerechnet der wegen "ruchloser Verbrechen" inhaftierte Noriega nicht als Krimineller und als Staatsfeind dargestellt werden wolle, sagte Giuliani einer Firmenmitteilung zufolge. Seine Darstellung in dem Kriegsspiel sei vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt, teilte Activision mit. Der Publisher will daher eine Abweisung der Klage beantragen.

Noriega war im Dezember 1989 durch eine US-Invasion gestürzt worden. Er saß unter anderem wegen Drogenhandels 20 Jahre in den USA in Haft. 2010 wurde er zunächst nach Frankreich ausgeliefert. Seit 2011 ist er wieder in Panama, wo er eine weitere Haftstrafe absitzt.

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