So, 20. Mai 2018

Von Armee erschossen

23.09.2014 07:31

Israel tötete mutmaßliche Mörder dreier Teenager

Die beiden mutmaßlichen Mörder dreier israelischer Jugendlicher, die Mitte Juni auf dem Heimweg von ihrer Talmud-Schule nahe der Stadt Hebron im Westjordanland verschwunden waren, sind tot. Die israelische Armee teilte am Dienstagmorgen mit, die Palästinenser Marwan Kawasme und Amar Abu Aysha seien bei einem Schusswechsel mit Soldaten getötet worden.

Spezialkräfte hätten am Dienstag im Gebiet von Hebron versucht, die Verdächtigen zu verhaften, sagte Armeesprecher Peter Lerner. Die Palästinenser hätten das Feuer eröffnet und die Soldaten hätten zurückgeschossen. Dabei seien die "Terroristen" umgekommen. Israel bezeichnete die Männer als Mitglieder der im Gazastreifen herrschenden Islamistengruppe Hamas.

"Der lange Arm der israelischen Gerechtigkeit hat zugepackt"
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu lobte den Armeeeinsatz in Hebron. "Heute Früh hat der lange Arm der israelischen Gerechtigkeit zugepackt", sagte der Regierungschef. Israel werde den Terrorismus weiterhin überall bekämpfen. Auf der Suche nach den Mördern der Jugendlichen hat die israelische Armee in den vergangenen Monaten das Westjordanland durchkämmt. Bei Großrazzien wurden Hunderte mutmaßliche Hamas-Mitglieder festgenommen.

Die drei israelischen Teenager Gilad Shaer, Naftali Frenkel und Eyal Yifrach waren Mitte Juni auf dem Heimweg von ihrer Talmud-Schule bei Hebron verschwunden. Ende Juni gab der israelische Geheimdienst bekannt, Kawasme und Aysha seien als die mutmaßlichen Entführer identifiziert. Wenige Tage später wurden die Leichen der drei Jugendlichen gefunden. Die Verdächtigen waren seit der Entführung auf der Flucht. Lerner sagte, man habe ihren Aufenthaltsort vor ungefähr einer Woche bestimmt.

Morde mündeten in mehrwöchigen Gaza-Krieg
Die Ermordung der Schüler hatte eine Gewaltspirale zwischen Israelis und Palästinensern in Gang gesetzt, die im Sommer in einen mehrwöchigen Gaza-Krieg mündete. Dabei wurden mehr als 2.000 Menschen getötet. Seit Ende August herrscht eine Waffenruhe. Am Dienstag sollten in Kairo Gespräche über eine dauerhafte Friedenslösung wieder aufgenommen werden. Die Hamas kündigte an, trotz des Todes der beiden Palästinenser an den Verhandlungen festzuhalten.

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