Sa, 26. Mai 2018

Mit Partnerländern

23.09.2014 06:36

USA starteten Luftangriffe gegen IS in Syrien

Die USA haben mit Luftangriffen auf Stellungen der radikalen Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien begonnen. Das US-Militär und die Streitkräfte von Partnerländern hätten den IS mit Kampfjets, Bombern und Tomahawk-Marschflugkörpern angegriffen, teilte das Pentagon am Dienstagmorgen mit. Um welche Partnerländer es sich handelt, wurde nicht gesagt, US-Medienberichten zufolge handelt es sich dabei jedoch um arabische Staaten.

Wie die "New York Times" unter Berufung auf US-Regierungsbeamte berichtete, konzentrierten sich die Luftangriffe auf IS-Stellungen in der nordsyrischen Provinz al-Raqqa, wo die radikalsunnitischen Extremisten eine ihrer Hochburgen haben. Weitere Ziele seien entlang der syrisch-irakischen Grenze attackiert worden. Mit von See aus abgeschossenen Tomahawk-Marschflugkörpern (kl. Bild) habe der Angriff begonnen und sei dann mit Flugzeugen fortgesetzt worden, sagte ein hochrangiger Angehöriger des Militärs dem Sender CNN.

Beobachter: Zahlreiche Dschihadisten getötet
Bewohner der Region al-Raqqa berichteten via Twitter von wiederholten Überflügen von Militärflugzeugen und "schweren Explosionen". Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, bei den Luftangriffen in der Nacht auf Dienstag seien zahlreiche Kämpfer des Islamischen Staats getötet worden. "Es gibt Dutzende Tote und Verwundete", sagte ein Sprecher. Auch die der Al-Kaida nahestehende Extremisten-Gruppe Nusra Front im Nordwesten Syriens sei attackiert worden.

Zur genauen Zahl der Angriffe machte das Pentagon keine Angaben. "Da es sich um laufende Operationen handelt, sind wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage, weitere Details zu liefern." Laut dem Verteidigungsministerium sei die Entscheidung für die Offensive von US-Präsident Barack Obama als Oberbefehlshaber der Streitkräfte gekommen. Dieser habe den Kommandant des US-Zentralkommandos in Tampa im Bundesstaat Florida autorisiert, die Angriffe in Syrien zu beginnen.

Syriens Regierung wurde nach eigenen Angaben vor dem Beginn der US-Luftangriffe gegen die Dschihadisten in ihrem Land von Washington informiert. Die Vereinigten Staaten hätten den syrischen UN-Botschafter vorher ins Bild gesetzt, teilte das Außenministerium in Damaskus mit. Syriens Opposition begrüßte die Luftoffensive. Die Weltgemeinschaft sei damit "in unseren Kampf gegen IS eingetreten", teilte die Syrische Nationale Koalition am Dienstag mit. Zugleich mahnte sie, Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden.

Saudi-Arabien, Jordanien, VAE und Bahrain beteiligt
Nach Informationen der "Washington Post" beteiligen sich Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain an dem Einsatz. Diese seien "volle Teilnehmer", zitierte das Blatt einen namentlich nicht genannten Angehörigen des Militärs. Details nannte er nicht, da die Länder selbst entscheiden müssten, inwieweit sie ihre Rolle öffentlich machen wollten. Zuletzt hatte US-Außenminister John Kerry versucht, Staaten im arabischen Raum für Angriffe gegen den IS an der Seite der USA zu gewinnen.

Damit weiten die USA ihre Offensive gegen die Terrormiliz erheblich aus. Obama hatte seinen Entschluss, die Anfang August begonnenen Luftangriffe im Irak auf das benachbarte Syrien auszuweiten, vor zwei Wochen in einer Rede an die Nation verkündet. Im Irak kommen die USA bereits auf mindestens 190 Luftschläge. Erst am Montag griff das US-Militär dort mit bemannten und unbemannten Flugzeugen IS-Stellungen an.

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