Fr, 25. Mai 2018

Schottlands Premier:

22.09.2014 13:20

"Unabhängigkeit auch ohne Referendum möglich"

Der schottische Ministerpräsident Alex Salmond hält auch nach der Niederlage beim Referendum an seinen Plänen für eine Unabhängigkeit Schottlands fest. Es gebe "viele Wege" zur Unabhängigkeit, sagte er nach Medienberichten vom Montag. Diese könne "auch ohne Referendum" erreicht werden, betonte der Nationalistenführer, der nach dem Misserfolg am Donnerstag seinen Rücktritt angekündigt hatte.

Salmond wies darauf hin, dass beim Referendum am Donnerstag eine Mehrheit der Unter-55-Jährigen für die Unabhängigkeit gestimmt habe. "Es ist ziemlich klar, wohin die Reise geht, und wir diskutieren jetzt nur über den Zeitplan und die Methode", betonte der 59-Jährige. "Ich glaube, die Schotten meiner Generation und älter sollten sich wirklich in den Spiegel schauen und fragen, ob wir nicht in Wirklichkeit den Fortschritt der nächsten Generation verhindert haben, und das sollte keine Generation tun."

"Es gibt eine breite Palette von Möglichkeiten"
Er habe das Referendum als Weg bevorzugt, "aber es gibt natürlich eine breite Palette von Möglichkeiten, wie Schottland seine Position bei der Erlangung seiner Unabhängigkeit verbessern kann", betonte Salmond. So könnte Edinburgh die Übertragung von weiteren Entscheidungskompetenzen von der Londoner Zentralregierung abwarten und sich dann einseitig für unabhängig erklären. "Viele Staaten sind so vorgegangen."

Salmond brachte auch ein weiteres Unabhängigkeitsreferendum ins Spiel, sollten die britischen Parteien ihr vor dem Urnengang abgegebenes Autonomieversprechen für Schottland nicht einlösen. Eine Neuauflage des Votums wäre auch gerechtfertigt, wenn das Vereinigte Königreich im Jahr 2017 gegen den Willen der Schotten für den Austritt aus der Europäischen Union stimmen sollte. Das Autonomieversprechen sowie die Ungewissheit bezüglich der EU-Mitgliedschaft Schottlands hatten viele Schotten dazu bewogen, beim Referendum gegen die Unabhängigkeit zustimmen.

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