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22.09.2014 11:48

IS: "Ungläubige Amerikaner oder Europäer töten"

Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat zur Tötung der Bürger aller Staaten aufgerufen, die sich der internationalen Koalition gegen die Organisation angeschlossen haben. Anhänger und Unterstützer von IS sollten "ungläubige Amerikaner oder Europäer - vor allem die boshaften und dreckigen Franzosen" töten, erklärte IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani am Montag in einer Botschaft.

Der Sprecher nannte auch Australier oder Kanadier als Ziele sowie alle "Bürger jener Länder, die sich der Koalition gegen den Islamischen Staat angeschlossen haben".

Nach der US-Luftwaffe hatten kürzlich auch Kampfflugzeuge Frankreichs erstmals Angriffe gegen IS-Stellungen im Norden des Iraks geflogen. Zahlreiche weitere westliche und arabische Staaten schlossen sich der US-geführten Koalition gegen die Gruppe an und sagten Waffenlieferungen und andere Hilfen zu.

Die radikale Dschihadistengruppe hat weite Gebiete im Norden des Iraks und Syriens in ihre Gewalt gebracht. Ihr werden zahlreiche Gewalttaten gegen irakische Soldaten, rivalisierende Rebellen und religiöse Minderheiten wie Schiiten, Jesiden und Christen vorgeworfen.

Über 130.000 Flüchtlinge aus Nordsyrien in der Türkei
Als Folge des Vormarsches der Terrormiliz im Norden Syriens sind nach Angaben der Regierung in Ankara inzwischen mehr als 130.000 Menschen in die Türkei geflüchtet. Diese Zahl nannte Vizepremier Numan Kurtulmus am Montag für die Zeit seit der Grenzöffnung am Freitag.

Das UN-Flüchtlingshochkommissariat UNHCR hatte am Sonntagabend noch mitgeteilt, die Zahl der Flüchtlinge nähere sich der Marke von 100.000. Das UNHCR hatte zuvor gemeldet, die Türkei und die Vereinten Nationen bereiteten sich auf einen möglichen Ansturm von Hunderttausenden Flüchtlingen vor.

Fischer und Kurz bei UNO: Kampf gegen IS-Dschihadismus
In der UN-Zentrale in New York wird ab Mittwoch Weltpolitik betrieben, wenn Politiker aller 193 Mitgliedsstaaten an der Generalversammlung teilnehmen. Für Österreich sind Bundespräsident Heinz Fischer und Außenminister Sebastian Kurz dabei. Thema ist unter anderen auch der IS.

Der internationale Kampf gegen die Dschihadistenmiliz wird damit sozusagen auf die allerhöchste globale Ebene gehoben, wenn der UNO-Sicherheitsrat unter dem Vorsitz von US-Präsident Barack Obama in einer Sondersitzung am Mittwoch über das Thema "reisende Terroristen" beraten wird.

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