Di, 20. Februar 2018

"Lager zerstört"

19.09.2014 14:33

Frankreich hat Luftschläge gegen IS begonnen

Frankreich hat am Freitag seine ersten Luftangriffe gegen die Dschihadisten-Miliz "Islamischer Staat" (IS) im Irak geflogen. Präsident Francois Hollande teilte in Paris mit, französische Rafale-Kampfflugzeuge hätten "ein logistisches Lager der Terroristen" im Nordosten des Iraks zerstört.

Frankreich will in den nächsten Tagen weitere Luftangriffe gegen die Islamisten des IS im Irak fliegen, wie Hollande weiter mitteilte. Damit ist Frankreich das erste europäische Land, das sich den US-Luftangriffen im Irak anschloss. Einen Einsatz von französischen Bodentruppen im Irak oder Luftangriffe in Syrien hat Paris jedoch ausgeschlossen (siehe auch Infobox).

Die US-Luftwaffe fliegt schon seit Anfang August Angriffe auf IS-Stellungen im Irak, eine Ausweitung der Bombardements auf Syrien ist geplant. Zugleich sollen die moderaten Rebellen in dem Land gestärkt werden. Dafür erhielt Obama am Donnerstag die Zustimmung des Senats, nachdem zuvor bereits das Repräsentantenhaus die dafür nötigen Mittel bewilligt hatte. Die Zusicherung gilt allerdings zunächst nur bis Mitte Dezember. Ausdrücklich ist in dem Gesetzestext aber vermerkt, dass ein Kampfeinsatz von US-Bodentruppen nicht erlaubt wird.

US-Plan: Rebellen sollen Assads Regime und IS bekämpfen
Die bewaffneten Kräfte der gemäßigten Opposition in Syrien würden sowohl die "Brutalität" der IS-Miliz als auch die "Tyrannei" des syrischen Machthabers Bashar al-Assad bekämpfen, sagte Obama in einer kurzen Ansprache im Weißen Haus. Seine Regierung werde nun "Ausbildung und Ausrüstung bereitstellen, um ihnen dabei zu helfen, stärker zu werden und es mit den Terroristen in Syrien aufzunehmen".

Den Plänen des Pentagon zufolge sollen rund 5.000 ausgesuchte Oppositionskämpfer binnen zwölf Monaten in Saudi-Arabien ausgebildet werden. Die Kosten schätzt die US-Regierung auf 500 Millionen Dollar (rund 388 Millionen Euro).

"Massaker droht": Türkei öffnet Grenzen für Flüchtlinge
In Syrien waren zuletzt die Kämpfer von IS rund um die kurdische Stadt Ain al-Arab nahe der Grenze zur Türkei vorgerückt. Bei der Großoffensive der IS-Kämpfer drohe "ein Massaker an Zivilisten", hatte das Oppositionsbündnis Syrische Nationale Koalition am Donnerstag gewarnt. Am Freitag öffnete die Türkei, die sich am militärischen Kampf gegen IS nicht beteiligen will, ihre Grenze für Tausende kurdischer Flüchtlinge aus dem Gebiet.

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