Mo, 19. Februar 2018

Einmarsch Russlands

18.09.2014 17:58

Putin-Drohung laut Kreml-Sprecher eine "Ente"

Der Kreml hat mutmaßliche Drohungen von Präsident Wladimir Putin zu einem möglichen Einmarsch Russlands in EU- und NATO-Staaten am Donnerstag als "gewöhnliche Ente" zurückgewiesen. "Wir halten es schon nicht mehr für möglich, auf solche Mitteilungen einzugehen", sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow dem Radiosender "Echo Moskwy".

Der Kremls reagierte damit auf einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" über angebliche Äußerungen Putins, russische Truppen könnten innerhalb von zwei Tagen in mehrere östliche NATO- und EU-Länder einmarschieren, darunter auch Polen und Rumänien und das Baltikum (siehe Infobox).

Konkret soll Putin laut dem Bericht dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko zufolge in einem Gespräch der beiden gesagt haben: "Wenn ich wollte, könnten russische Truppen in zwei Tagen nicht nur in Kiew, sondern auch in Riga, Vilnius, Tallinn, Warschau oder Bukarest sein."

Putin als "großer Zauberer"
Das Dementi aus Moskau folgte auf den Fuß. Zudem nutzte der eigentlich kremlkritische Radiosender den Bericht als Vorlage für eine Satire, wonach Putin schon ein "großer Zauberer" sein müsse, mit Panzern innerhalb so kurzer Zeit nicht nur Kiew einzunehmen, sondern auch noch fünf weitere Hauptstädte.

Zuletzt hatte eine italienische Zeitung über angebliche Drohungen Putins gegenüber EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso berichtet, Kiew in zwei Wochen einnehmen zu können. Der Kreml hatte dies zurückgewiesen und mit der Veröffentlichung des Gesprächsmitschnitts gedroht. Der Fall sei aber nach einer Reaktion der EU-Kommission "erledigt", hieß es in Moskau.

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