Fr, 23. Februar 2018

Leiden verhindern

19.09.2014 16:42

Histaminintoleranz: Erst Käse, dann Kopfweh

Thunfischpizza, Käse und Rotwein – nach Genuss dieser Köstlichkeiten kommt es bei Julia zu heftigen Kopfschmerzen und sogar Atemnot. Sie leidet, wie etwa ein bis zwei Prozent der Bevölkerung, an einer Histaminintoleranz.

Das bedeutet, dass der Abbau dieses Eiweißstoffes im Darm gestört ist. Die dahinterliegenden Ursachen sind noch nicht genau geklärt. Es wird vermutet, dass Betroffene entweder zu wenig Diaminoxidase (baut Histamin ab) produzieren oder die Diaminoxidase in einer inaktiven Form vorliegt. Jedenfalls reichen schon kleinere Mengen der Substanz in der Nahrung, um Symptome hervorzurufen.

Histamin ist ein so genanntes biogenes Amin, das sowohl in menschlichem als auch in tierischem und pflanzlichem Gewebe vorkommt. Es ist mehr oder weniger in allen Nahrungsmitteln enthalten. Im Körper wird es vor allem von den so genannten Mastzellen im Darm gebildet.

Dieser Eiweißstoff hat im menschlichen Körper zahlreiche Aufgaben: Er stimuliert die Magensaftsekretion, wirkt gefäßerweiternd und somit blutdrucksenkend und ist als Neurotransmitter (Nervenbotenstoff) beim Schlaf-Wach-Rhythmus, der Appetitkontrolle und der Lernfähigkeit wirksam.

Zu den Nahrungsmitteln, die Beschwerden auslösen können, zählen unter anderem:

  • Käse mit langer Reifungszeit
  • Wurstprodukte
  • verarbeitete Fleisch- und Fischprodukte
  • Alkohol (Rotwein)
  • durch Gärung entstandene Lebensmittel (z.B. Sauerkraut)
  • Fertiggerichte

Um Beschwerden zu verhindern, sollten möglichst frische Lebensmittel auf den Tisch kommen und auf stark histaminreiche Lebensmittel stets verzichtet werden.

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