Mi, 13. Dezember 2017

"Chiko" gerettet

18.09.2014 12:25

Tierärztin half trotz Geldnot der Hundehalterin

Es gibt sie - jene Tierärzte, die das Wohl eines Vierbeiners über ihre finanziellen Interessen stellen. Zu diesem Menschen gehört Clarissa Udvardi aus Wien. Sie veranlasste für Labrador-Mix "Chiko" ohne zu zögern eine lebensrettende OP, obwohl sie genau wusste, dass die Besitzerin Christina F. diese nicht sofort bezahlen kann. "Ich möchte Frau Udvardi von Herzen danken", so die erleichterte Hundebesitzerin zur "Krone Tierecke".

Begonnen hat alles mit einem Ausschlag: Christina F. brachte ihren Chiko, den sie vor acht Jahren aus dem Tierschutz übernommen hatte, in die Praxis der diplomierten Tierärztin Clarissa Udvardi im zweiten Wiener Gemeindebezirk. "Sie untersuchte ihn gründlich und schlug vor, eine Ultraschalluntersuchung durchzuführen, da sie sich seine Prostata ansehen wollte", so Christina F. Bereits bei diesem ersten Besuch verzichtete die Veterinärin zunächst auf zehn Euro der Rechnung - "Ich hatte nicht mehr Geld dabei", erinnert sich F.

Lebensgefährliche Tumore entdeckt
Bei der Ultraschalluntersuchung stellte sich schließlich heraus, dass Chiko Tumore an seiner Milz hatte und dringend eine Operation durchgeführt werden musste. Denn es bestand die unmittelbare Gefahr, dass die Tumore platzen und der Hund innerlich verbluten muss. "Frau Udvardi organisierte schon für den nächsten Tag einen Chirurgen. Ich gab zu bedenken, dass ich mir keine teure Operation leisten könnte, da ich selber nur Bezieherin der Mindestsicherung bin. Diesen Einwand ließ die Tierärztin aber nicht gelten, immerhin ginge es ja um das Leben von Chiko", so Christina F.

Tierärztin zahlte Chirurgen aus eigener Tasche
Für die Veterinärin bedeutete das, mit Christina F. für die Rechnung in Höhe von 1.000 Euro Ratenzahlung zu vereinbaren. "Aufgrund meiner finanziellen Situation kann ich mir aber nur kleinste Rückzahlungsraten leisten. Ich möchte mich ganz herzlich bei Frau Udvardi bedanken", so Christina F. Die "Krone Tierecke" hat natürlich umgehend die Hilfskette in Bewegung gesetzt, um die Hundehalterin finanziell zu unterstützen.

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