So, 18. Februar 2018

"Krone"-Ombudsfrau

16.09.2014 14:22

300 Euro Strafe für geschenkten Parkschein

Wieder einmal Ärger um die Wiener Parkraumüberwachung: Eine alleinerziehende Mutter bekam eine Strafe über 300 (!) Euro, weil sie einen ihr geschenkten – aber noch nicht abgelaufenen – Parkschein hinter die Windschutzscheibe gelegt hatte. Ob das rechtens ist, prüft derzeit noch das Bundesfinanzgericht.

Kerstin B. parkte vor einiger Zeit im ersten Bezirk in Wien. Als sie merkte, dass sie keinen Parkschein mehr im Auto hat, bat sie einen anderen Lenker, ihr welche zu verkaufen: "Der Herr war gerade zu seinem Auto gekommen. Da die Parkzeit auf seinem Schein noch nicht abgelaufen war, schenkte er ihn mir, worüber ich mich sehr gefreut habe!"

Als die alleinerziehende Mama von zwei kleinen Mädchen zu ihrem Wagen zurückkam, fand sie allerdings eine Anzeige hinter dem Scheibenwischer. Weil der Parkschein bereits benutzt worden war. Strafhöhe: 300 Euro!

"Hätte ich gar keinen Parkschein eingelegt, hätte die Strafe 36 Euro betragen. Das ist doch absurd", findet die Niederösterreicherin. Sie erhob Einspruch. Der wurde aber abgelehnt. Frau B. hätte nur eine leere Seite gefaxt, hieß es seitens der Behörde.

Ihr zweiter Einspruch per E-Mail sei dann außerhalb der Frist erfolgt. Laut zuständiger Magistratsabteilung 67 ist die Strafe aber noch nicht rechtskräftig.

Man ließ die Ombudsfrau wissen, dass erst das Bundesfinanzgericht entscheiden müsse. Na hoffentlich entscheidet das nicht nach dem Motto "Geschenkt ist noch teurer"...

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