Fr, 15. Dezember 2017

Vergabe am Samstag

16.09.2014 12:41

Handball-EM 2020 findet wohl in Österreich statt

Nur zehn Jahre nach der Heim-EM 2010 wird Österreich aller Voraussicht nach neuerlich Schauplatz einer Handball-Europameisterschaft sein. Die Männer-EM 2020 geht allerdings nicht als rot-weiß-rotes Solo über die Bühne, sondern als gemeinsames Turnier mit den ursprünglichen Konkurrenten Schweden und Norwegen. Die Vergabe erfolgt am Samstag beim EHF-Kongress in Dublin, es gibt nur eine Bewerbung.

Aus drei Konkurrenten, die ursprünglich Einzelbewerbungen abgegeben hatten, sind inzwischen Verbündete geworden, die nun gemeinsam zum Zug kommen wollen. Schon bei der EHF-Vorabstimmung im Mai 2014 wurde die Bewerbung ohne Gegenstimme angenommen. Die drei Nationen werden in Dublin anbieten, das Turnier mit 24 anstatt wie bisher üblich 16 Ländern durchzuführen. Eigentlich wollte die EHF die Aufstockung am Kongress erst für die Endrunde 2022 beschließen.

Die sechs Vorrundengruppen sind laut den Bewerbungsunterlagen brüderlich auf Schweden, Norwegen und Österreich aufgeteilt, wo die Grazer Messehalle (6.000 Zuschauer) sowie die Wiener Stadthalle (10.000) als Spielstätten vorgesehen sind. In der Hauptrunde käme Wien zum Zug, die Finalspiele fänden in Stockholm statt.

"Ideale Situation"
"Für uns ist das eine ideale Situation", sagte ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Brunn am Gebirge. "Wir tragen zwei Vorrunden und eine Hauptrunde aus. Das ist für uns derzeit das Optimum." Schließlich kann Österreich angesichts der gestiegenen Anforderungen des europäischen Verbandes (mindestens 15.000 Sitzplätze) aufgrund mangelnder Hallenkapazitäten derzeit keine Finalphasen austragen, kommt dank der gemeinsamen Bewerbung aber nun doch in den Genuss einer Endrunde.

"2020 wird ganz anders"
"Wir werden sicherlich von 2010 profitieren. Genauso wie wir auch von anderen Großereignissen wie der Junioren-EM im heurigen Sommer profitieren", sagte Hausleitner. Eine simple Wiederholung der von der EHF hochgelobten 2010er-EM werde es jedenfalls nicht werden: "Veranstaltungstechnisch wird 2020 ganz anders ausschauen."

Vertrag mit Johannesson verlängert
Der ÖHB verlängert zudem den Vertrag mit Teamchef Patrekur Johannesson um fünf Jahre bis Juni 2020. Der 42-jährige Isländer ist seit 2011 im Amt und nimmt nach der EM 2014 im Jänner mit seinen Schützlingen nun die WM in Katar im Jänner 2015 in Angriff.

"Ich habe nicht viel Zeit gebraucht, um zu überlegen, ob ich das Angebot annehmen werde, weil ich mich sehr wohl in diesem Team mit den Spielern, Betreuern, Mitarbeitern, dem Vorstand und dem Umfeld fühle", sagte Johannesson rund vier Monate vor Beginn der WM (15. Jänner bis 1. Februar), bei der Österreich in Gruppe B auf Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Tunesien und Iran trifft.

Der Fünfjahresvertrag zeige "das gegenseitige Vertrauen vom Vorstand und von meiner Seite", betonte Johannesson. "Wir haben gemeinsam Erfolg gehabt, und daher ist es logisch, dass wir weiter arbeiten wollen." Bei der EM im vergangenen Jänner in Dänemark klassierte sich Rot-Weiß-Rot auf Rang elf.

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