Mi, 21. Februar 2018

Nach Unwettern

15.09.2014 14:14

12 Mio. Euro Schaden in steirischer Landwirtschaft

Die schweren Regenfälle der vergangenen Tagen haben die landwirtschaftlichen Kulturen in der Steiermark massiv getroffen: Laut ersten Schätzungen der Landwirtschaftskammer am Montag betrage der Schaden rund zwölf Millionen Euro. Betroffen sind vor allem Kürbis-, Mais-, Chinakohl- und Freilandsalatkulturen in den Bezirken Leibnitz, Südoststeiermark, Deutschlandsberg, Hartberg-Fürstenfeld und Graz-Umgebung.

Ersten Einschätzungen zufolge wurden durch die heftigen Niederschläge und über die Ufer getretene Fließgewässer eine Nutzfläche von 8.000 Hektar überflutet. Totalschäden seien an 700 Hektar Maisflächen, 500 Hektar Kürbisflächen und 140 Hektar Chinakohl und Freilandsalaten zu verzeichnen.

Sie wurden entweder von den Wassermassen niedergewalzt oder seien so verschmutzt, dass sie aus hygienischer Sicht problematisch sind und nicht mehr geerntet werden. Auch seien fünf Hektar Folienhäuser für Paradeiser samt Pflanzen vernichtet worden, hieß es vonseiten der Landwirtschaftskammer.

Bauern brauchen "dringendst" Hilfe
Weitere 2.200 Hektar Kürbisflächen, 5.000 Hektar Maisflächen und 200 Hektar Freilandsalate und Chinakohl seien "erheblich geschädigt". Hier ist die Ernte derzeit nicht möglich, weil die Ackerflächen durch das viele Wasser aufgeweicht und daher mit Erntemaschinen nicht befahrbar sind.

Landwirtschaftskammerdirektor Werner Brugner sprach von einer existenzbedrohenden Situation für die betroffenen Bauern: "Den vom Hochwasser geschädigten Betrieben fehlt das Futter für ihre Tiere sowie die erwartete Ernte und somit ihr Einkommen". Sie bräuchten "dringendst" Hilfe aus dem Katastrophenfonds. Der Antrag könne mithilfe eines Privatschadensausweises ab sofort in den Gemeinden oder im Internet gestellt werden.

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