Di, 17. Oktober 2017

7 Buben ausgeforscht

14.09.2014 18:10

Frischlinge getötet: „Hatten dabei Glücksgefühle“

Der Fall eines von Teenagern getöteten Wildschwein-Frischlings im Lainzer Tiergarten in Wien hat offenbar weit größere Ausmaße als ursprünglich gedacht. So sollen insgesamt sieben Jugendliche - die beiden Ältesten sind erst 14 Jahre alt - im August über Tage hinweg vier Frischlinge gequält und zwei von ihnen getötet haben. Das Motiv der verdächtigen Burschen: Langeweile.

Laut dem Abschlussbericht der Wiener Polizei sollen die sieben Verdächtigen den Wildschweinnachwuchs brutal gequält haben. "Wir haben dabei Glücksgefühle verspürt", sollen sie im Polizeiverhör ausgesagt haben. "Die sieben Buben sind geständig, zwei Frischlinge getötet und zwei weitere in Tötungsabsicht verletzt zu haben. Diese beiden Tiere sind aber noch entkommen", zitierte der ORF einen Polizeisprecher.

Im August war - wie berichtet - bekannt geworden, dass ein 13-Jähriger einen Frischling im Tiergarten stranguliert hatte. Damals war allerdings noch von insgesamt vier beteiligten Burschen die Rede gewesen.

Angelockt und danach gequält
Die Jugendlichen haben laut dem Sprecher Toastbrot in einem Supermarkt gekauft und damit die Tiere angelockt. Anschließend dürften sie die Frischlinge mit Steinen beworfen haben. Danach wurden sie mit Stöcken gequält. Ein Frischling wurde vergraben, der andere stranguliert.

Zu den Unter-14-Jährigen erfolgt von der Polizei eine Meldung an das Jugendamt. Für die zwei strafmündigen Verdächtigen könnten die Taten dagegen ein gerichtliches Nachspiel haben. Der Akt liege bei der Staatsanwaltschaft Wien, die über eine Anklage wegen Tierquälerei entscheiden müsse, hieß es.

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