Fr, 15. Dezember 2017

Geplante Vorfreude

26.09.2014 11:58

Wie Sie sich auf eine Schwangerschaft vorbereiten

Bei vielen Paaren kommt früher oder später das Thema Kinderwunsch auf. Natürlich kann man dann einfach spontan schauen, was passiert, aber es kann auch sinnvoll sein, diesen Auftakt in eine gänzlich neue Lebensphase, nämlich jene als Familie, ein wenig vorzubereiten.

Ist der Kinderwunsch einmal da und sind sich beide Partner einig, nun mit dem "Basteln" des Nachwuchses beginnen zu wollen, beginnt eine sehr emotionale Zeit. Einerseits Vorfreude, andererseits auch Aufregung bis Nervosität sind in dieser Phase ganz normal. Frauen beginnen meist, sich nun sehr intensiv mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit und auch ihrer seelischen Verfassung auseinanderzusetzen. Nicht selten kommt dann auch die Sorge dazu, eventuell nicht schwanger werden zu können. Derartige Gedanken sollte man zunächst ganz weit weg schieben, denn Entspannung und Vorfreude sind gute Wegbereiter für die Empfängnis.

Körperliche Vorbereitung
Natürlich kann man einiges tun, um seinen Körper richtig auf die kommenden Monate vorzubereiten. Zunächst ist ein Besuch beim Hausarzt und die Durchführung einer Gesundenuntersuchung hilfreich, um über seine allgemeine körperliche Verfassung Bescheid zu wissen. Überprüfen Sie nun auch Ihren Impfpass, da manche Impfungen während der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden sollten, wie etwa FSME oder Hepatits A und B.

Weiters ist es hilfreich, wenn Sie körperlich nicht nur gesund, sondern auch fit sind. Denn eine Schwangerschaft ist eine Belastung für den Körper. Ein guter konditioneller Zustand sowie gekräftigte Muskeln vor allem im Bauch, Nacken- und Rückenbereich können eine wertvolle Unterstützung sein.

Sollte man während der Schwangerschaft keine Diät mehr halten, kann es dennoch hilfreich sein, vor der Phase der gewünschten Befruchtung starkes Über- oder Untergewicht zu reduzieren, da beides die Risiken für Frühgeburten bzw. Geburtskomplikationen erhöhen kann. Ideal gilt ein Body-Mass-Index von zwischen 19 und 24. Für alle Frauen empfehlenswert sind daher leichte Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren, da diese eine gute Grundkondition bewirken und das allgemeine Wohlbefinden erhöhen.

Haben Sie bisher hormonell verhütet, müssen Sie auch dies nun klarerweise ändern. Es kann in diesem Zusammenhang sinnvoll sein, bevor man wirklich gänzlich aufhört zu verhüten, noch zwei bis drei Vorbereitungszyklen abzuwarten, bis der Körper sein hormonelles Gleichgewicht wieder gefunden hat und Sie wieder regelmäßige Monatszyklen haben. In dieser Zeit baut sich die Gebärmutterschleimhaut wieder auf ein normales Maß auf und wird wieder vorbereitet, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen.

Ernährung
Schon in Vorbereitung der Schwangerschaft ist es wichtig, eine ausgewogene Ernährung zu haben. Denn der Körper braucht auch Reserven, um Sie selbst wie auch den Embryo optimal versorgen zu können. Vor allem Vollkornprodukte, Milchprodukte, Eiweiß, Fisch, und mageres Fleisch machen neben Gemüse und Obst nun den richtigen Mix aus. Obst und Gemüse sollten etwa fünf Mal am täglichen Speiseplan stehen.

Auch kann man durchaus schon vor der Schwangerschaft mit der zusätzlichen Einnahme von Folsäure beginnen, da diese für den Zellaufbau des Embryos eine große Rolle spielt - hier kann der Frauenarzt die richtigen Tipps geben. Auch die ausreichende Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit ist sehr wichtig. Allerdings sollten Kaffeetrinkerinnen nun eher auf Tee umsteigen, da Koffein die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft reduzieren kann. Und natürlich sollte nun der Alkoholgenuss eingeschränkt werden, ebenso wie jener von Nikotin. Besonders Letzteres kann die Fruchtbarkeit stark negativ beeinflussen.

Stress
Achten Sie nun besonders auf sich: Kein Stress in der Arbeit, Entspannung in der Freizeit. Denn nicht nur negativer Stress, auch positiver Stress, der in Leistungsbereitschaft versetzt, kann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft verringern, da er die hormonelle Situation im Körper aus dem Gleichgewicht bringt.

Finanzielles
Naturgemäß bringt ein Kind einige Veränderungen für das gemeinsame Budget. Einerseits durch den zumindest temporären Wegfall eines vollen Einkommens im Haushalt, andererseits aber auch durch zusätzliche Ausgaben: täglicher Babybedarf, Babyausstattung, Kinderzimmereinrichtung, Versicherungen etc. Es empfiehlt sich daher, schon in den Monaten vor der Schwangerschaft zusätzliche Reserven aufzubauen, mit denen es dann deutlich einfacher wird, die finanziellen Einschränkungen ohne Probleme auszuhalten.

Weiters sollten Sie überlegen, wie es mit Ihrer Wohnsituation aussieht: Haben Sie den Platz für ein eigenes Kinderzimmer? Wenn nein, sollten Sie sich nun rasch wegen neuer Möglichkeiten umsehen. Denn während der Schwangerschaft oder mit Säugling wird ein Umzug zu einer ziemlichen Belastungsprobe für alle Beteiligten.

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