Mo, 21. Mai 2018

Lakos, Nödl und Co.

13.09.2014 15:18

AMS statt Klub! Viele Cracks aktuell auf Jobsuche

Auf Initiative der Fußballergewerkschaft wurde im Sommer das "AMS-Camp" für arbeitslose Spieler gegründet. Eine derartige Einrichtung würde im Eishockey viele Teilnehmer finden. So viele Cracks wie selten zuvor gehen unfreiwillig "spazieren".

"Ich habe keine Angst, überzubleiben." André Lakos verschwendet keinen Gedanken an ein Karriereende. "Ich bin voll fit, bin im perfekten Alter, ein paar Jahre will ich noch spielen", sagt der 35-jährige Eishockey-Profi. Einziger Haken: Der Wiener steht nach dem Saisonauftakt ohne Klub da. Und bleibt dennoch relativ gelassen. Dafür hat der Verteidiger in seiner Karriere schon zu viel erlebt.

Ob in den USA, bei Färjestad (SWE), Chelyabinsk (RUS), Köln (GER), Chomutov (TCH) und bei den Vienna Capitals, die den Vertrag mit Lakos im Sommer nicht verlängerten. Und ohne den Crack nicht nur erfolgreich in die Champions League starteten, sondern auch in die Erste-Bank-Liga. Bei Znaim gab's am Freitag immerhin ein 3:2 (siehe Infobox).

"Momentan sind alle Kader voll"
Während Lakos erneut auf Wanderschaft gehen muss. "Ich kann und werde nicht mehr überall hingehen", sagt jener Mann, der weiß: "Momentan sind alle Kader voll, erst Anfang Oktober wird sich was tun." Wenn es die ersten Ausfälle gibt, der eine oder andere Fehlkauf "entsorgt" wird. Bis dahin trainiert der Routinier solo im Fitnessstudio.

Aber der Ex-Teamspieler steht mit diesem "Schicksal" nicht alleine da: Der zuletzt bei Salzburg unter Vertrag stehende Andreas Nödl hat keinen Vertrag, Oliver Setzinger (der immer wieder bei Graz Thema ist) stürmte als Gastspieler erst am Donnerstag im rumänischen Supercup für Dunarea Galati, Kontrakt gab es bisher aber keinen.

Zuschauen statt spielen
Und auch Fabian Weinhandl, Jürgen Penker, Roland Kaspitz oder verdiente EBEL-Legionäre wie Greg Day, Mike Ouellette, Zdenek Blatny, Tyler Scofield oder Tyler Spurgeon sind derzeit zum Zusehen verdammt.

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