Sa, 18. November 2017

„Ex“ verprügelt

13.09.2014 12:57

Polizist außer Dienst stoppt tobenden 20-Jährigen

Ein 20-Jähriger hat am Freitag auf dem Stadtplatz in Mürzzuschlag in der Steiermark völlig die Fassung verloren. Der junge Mann ging im Zuge eines Streits mit seiner Ex-Freundin auf die 18-Jährige los, schlug sie zu Boden und trat wie wild auf sie ein. Ein Polizist, der sich gerade außer Dienst befand, kam der jungen Frau zu Hilfe und zog prompt selbst die Wut des Tobenden auf sich.

Es war offenbar nicht das erste Mal, dass der 20 Jahre alte Mann auf die junge Frau losgegangen war. So waren dessen Gewalttätigkeiten sowie Streitereien der Grund gewesen, warum sich die 18-Jährige nach monatelanger Beziehung am Donnerstag endlich von dem jungen Mann trennte. Das wollte der Bursche aber offenbar nicht akzeptieren. Der Lehrling lauerte der 18-Jährigen Freitagmittag auf dem Stadtplatz auf und pochte auf eine Aussprache. Doch auch diesmal verlor der 20-Jährige rasch die Beherrschung, es kam zur Auseinandersetzung, die kurz darauf in Handgreiflichkeiten gipfelte.

Als die 18-Jährige bereits verletzt am Boden lag, kam zufällig ein außer Dienst befindlicher Polizist am Ort des Geschehens vorbei und eilte ihr zu Hilfe. Der 20-Jährige ließ daraufhin von seiner Ex-Freundin ab und ging auf den Beamten los. Noch ehe dieser Verstärkung herbeirufen konnte, flüchtete der Angreifer vom Tatort. Wenig später stellte sich der 20-Jährige dann selbst bei der Polizei.

Monatelanges Martyrium
Die 18-Jährige wurde nach der Attacke ins LKH Mürzzuschlag überstellt, sie konnte nach einer ambulanten Behandlung das Spital jedoch wieder verlassen. Der Polizist blieb bei dem Vorfall unverletzt. Im Zuge der Befragung zeigte sich, welches Martyrium die 18-Jährige in den letzten Monaten wohl durchleben musste. So gab sie an, bereits mehrmals zuvor mit einem Messer oder einem Schraubendreher bedroht und geschlagen worden zu sein – was der 20-Jährige jedoch vor den Beamten nicht eingestand.

Der Verdächtige wurde schließlich auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Leoben wegen gefährlicher Drohung, schwerer Nötigung und absichtlicher schwerer Körperverletzung in die Justizanstalt Leoben überstellt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden