Mi, 22. November 2017

Opfer oder Täter?

11.09.2014 17:00

Wiener Dschihad-Kämpferinnen als Lockvögel

Opfer oder Täter? Im Fall der im April nach Syrien gezogenen Schülerinnen Samra und Sabina scheint die Grenze immer mehr zu verschwimmen. Wie die "Krone" aus Ermittlerkreisen erfuhr, sollen die Wienerinnen im Internet selbst kräftig für den Gotteskrieg rekrutieren. Und Jugendlichen in Europa den Dschihad schmackhaft machen.

Sie gelten offiziell als die ersten minderjährigen Mädchen, die von Europa aus in den Gotteskrieg gezogen sind - die beiden Schülerinnen Sabina und Samra (15 und 16 Jahre) aus Wien. Ihre Geschichte und ihre Fotos gingen um die Welt (Berichte siehe Infobox).

Für die Terrororganisation IS also die besten Werbefiguren, die sie sich vorstellen können. Und Propaganda soll im Namen der Schülerinnen bereits mehr als genug verbreitet worden sein, wie Insider berichten. Sie chatten auf einschlägigen Plattformen mit Jugendlichen, schildern, wie toll das Leben an der Front sei, und verherrlichen die Massaker an "Ungläubige".

"Man muss dennoch vorsichtig sein mit Verurteilungen. Wir wissen nicht, ob die Mädchen alles aus freien Stücken machen oder sie von der IS instrumentalisiert und gezwungen werden", so ein Ermittler zur "Krone".

65 Dollar-Schandlohn für Gotteskrieger
Indessen packte ein verhafteter Syrien-Rückkehrer im Kosovo aus: Er habe von der IS pro Tag 65 US-Dollar Gehalt bekommen. Geld, das ursprünglich aus Katar geflossen und über die Türkei an die Dschihadisten verteilt worden sein soll.

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