Fr, 25. Mai 2018

Heilig's Blechle!

09.09.2014 22:07

Mercedes AMG GT zettelt Schwabenduell gegen 911 an

Mercedes hat endlich den mit Spannung erwarteten "kleinen Bruder" des Flügeltür-Sportlers SLS enthüllt: Der Mercedes AMG GT degradiert den SLS zum flügeltürigen Showcar und knöpft sich den drahtigen Porsche 911 Turbo vor. Mit bis zu 510 PS und einem vergleichbaren Leistungsgewicht (3,3 kg/PS) wie der 911er startet der kleine Silberpfeil nächstes Jahr ins Schwabenduell.

Affalterbach gegen Zuffenhausen, schon die Namen klingen spezieller als München oder Stuttgart. Ingolstadt liegt phonetisch irgendwo dazwischen, aber Audi plant ja auch einen R8-Nachfolger.

Triebwerkswurzeln in der A-Klasse
Zur Sache. 4,0 Liter groß ist der V8-Motor des Mercedes AMG GT mit Trockensumpfschmierung, in seinem V stecken zwei Turbolader ("heißes Innen-V"). Er gibt wahlweise als AMG GT 462 PS und bis zu 600 Nm bei 1600/min. ab oder als AMG GT S volle 510 PS und 650 Nm bei 1750/min. Das Triebwerk ist verwandt mit dem 360 PS starken Vierzylindermotor aus der AMG-A-Klasse (A 45 AMG und Schwestermodelle) und weist dasselbe Bohrung-/Hub-Verhältnis auf.

Die Performance ist beeindruckend: 4,0 bzw. 3,8 Sekunden dauert der Standardsprint, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 304/310 km/h.

Für Renn- und Langstrecke
Wie der SLS hat der GT einen Aluminium-Spaceframe (90% Aluminium) mit Frontmittelmotor und Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Anordnung an der Hinterachse, was die Basis für die ideale Gewichtsverteilung von 47:53 (vorn:hinten) ist. Das Sportfahrwerk arbeitet mit Aluminium-Doppelquerlenkerachsen ("eine direkt aus dem Motorsport übernommene Technik", sagt der Hersteller), im GT S ist ein elektronisches Hinterachs-Sperrdifferenzial serienmäßig. Mit all dem Leichtbau bringt der AMG GT S 1.570 kg ohne Fahrer auf die Waage (GT 30 kg weniger).

All das ist für den Einsatz auf der Rennstrecke ausgelegt, auf Agilität und Dynamik, und doch soll der Mercedes AMG GT /S im Alltag lammfromm sein – bis hin zum Kofferraum unter der großen Heckklappe – und hohen Langstreckenkomfort bieten. Dazu dürfte das im GT S serienmäßige elektronische Fahrwerk beitragen. Für dieses Topmodell sind optional dynamische Motor- und Getriebelager erhältlich.

Mercedes geht mit dem AMG GT selbstbewusst, aber durchaus respektvoll in den Markt: "Mit dem neuen Mercedes-AMG GT starten wir erstmals in einem anspruchsvollen Sportwagen-Segment, das der Wettbewerb bereits hochkarätig besetzt hat", sagt Entwicklungsvorstand Thomas Weber.

"Wir wollen in dem Segment auf dem Podium stehen", sagte Mercedes-AMG-Chef Tobias Moers. AMG sei in der Lage, eine vierstellige Zahl im Jahr zu produzieren.

Auf den Markt kommt der Mercedes AMG GT im März 2015 zu Preisen ab 97.000 Euro zuzüglich Steuern. In Zuffenhausen wird man genau verfolgen, was die Nachbarn so treiben.

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