Mo, 20. November 2017

Nachbarn fassungslos

09.09.2014 16:29

Mord und Suizid in OÖ: Krankheit als Motiv?

Mord und Selbstmord ohne erkennbares Motiv – vor diesem Rätsel stehen Kriminalisten nach dem Drama von Ampflwang in Oberösterreich: Ein 54-Jähriger schlug seine Ehefrau bewusstlos, verklebte ihr Mund und Nase, und wartete bis sie starb. Dann stülpte sich der Mörder einen Sack über den Kopf und erstickte sich.

"Die waren doch immer so harmonisch. Wir können das gar nicht glauben!" Auch die Nachbarn, die Tür an Tür mit dem Ehepaar Karl (54) und Evelyn N. (52) wohnten, waren fassungslos, als sie von der entsetzlichen Bluttat erfuhren.

Der Schlosser dürfte bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag seinen mörderischen Plan in die Tat umgesetzt haben. Die Spurenlage zeigt folgenden Ablauf: Offenbar hatte Karl N. zuerst seine Frau mit einem Gummihammer bewusstlos geschlagen. Dann umwickelte er Mund und Nase mit einem Klebeband, wie es auch bei der Post verwendet wird. Evelyn N. erstickte.

Langer Krankenstand als einziges Indiz
Anschließend dürfte der Mörder versucht haben, sich mit zwei Messern das Leben zu nehmen. Bei der Obduktion wurden unter seiner Kleidung Verletzungen und sogenannte Probierschnitte gefunden. Als das nicht funktionierte, stülpte N. einen Sack über seinen Kopf und wickelte von außen das Klebeband um seinen Hals – er erstickte ebenfalls.

Die Polizei fand am Montag die Leichen im Wohnzimmer. Das Motiv ist völlig rätselhaft. Auffällig ist nur, dass Karl N., der als äußerst wortkarg und introvertiert galt, am Montag nach zehn Wochen Krankenstand wieder arbeiten sollte.

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