Mi, 21. Februar 2018

Asthma-Risiko

09.09.2014 09:36

Rauchende Männer gefährden späteren Nachwuchs

Rauchende Männer erhöhen bei ihrem späteren Nachwuchs das Risiko für eine Asthma-Erkrankung - selbst wenn sie lange vor der Zeugung mit dem Laster aufhören. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der norwegischen Universität in Bergen, die am Montag beim Internationalen Kongress Europäischer Lungenmediziner in München vorgestellt wurde.

Demnach gilt: Je früher mit dem Rauchen begonnen wird, desto höher ist die Gefahr einer späteren Erkrankung an nicht allergischem Asthma für den Nachwuchs. Buben, die schon vor dem 15. Lebensjahr damit anfingen, verdreifachen das Risiko ihres Nachwuchses, sagte die Lungenexpertin Cecilie Svanes.

Werden die Spermien geschädigt?
Die Forscher vermuten, dass die Spermien in einer bestimmten Entwicklungsphase besonders anfällig für Einflüsse schädlicher Stoffe sind. Doch auch wer erst später mit dem Rauchen beginnt, kann den Angaben zufolge seinen Kindern schaden, vor allem wenn er über einen sehr langen Zeitraum Zigaretten konsumiert. Wer vor der Zeugung mehr als zehn Jahre lang geraucht hat, erhöht demnach das Asthma-Risiko seiner Kinder um 50 Prozent.

"Angesichts dieser Ergebnisse können wir davon ausgehen, dass die Belastung mit jeder Art von Luftverschmutzung, auch im Beruf, Auswirkungen hat", sagte Svanes. Bei Frauen konnten die Experten keine Effekte des Rauchens vor der Empfängnis feststellen: Hier scheine sich der Tabakkonsum erst in der Schwangerschaft auf das ungeborene Kind auszuwirken.

Für Studie 13.000 Personen befragt
Für die Studie wurden die Rauchgewohnheiten von mehr als 13.000 Männern und Frauen über 20 Jahre hinweg abgefragt. Bei solchen Erhebungen besteht allerdings immer die Gefahr, dass Teilnehmer nicht wahrheitsgemäß antworten.

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